Personenverzeichnis

 

Ludwig Amsler

(Landau 19.4. 1809 – ? (Ende der 1870er Jahre), Mitglied der Studentenverbindung "Eugenia", stud. theol., „in den letzten Octobertagen nach seiner Vaterstadt gezogen, wo er, für eine Zeitlang nur probeweise, als Lehrer in der untersten Klasse des dortigen College angestellt worden“ (Protokoll der "Eugenia", resümierender Eintrag vor Sitzung vom 3. Nov. 1831); 1831 – 1838 Gymn. Prof. in Weißenberg, dann (auch als Schuldirektor) an verschiedenen Orten. Büchners Freund Eugen Boeckel erwähnt Amsler in seinem Brief an Büchner vom 7. September 1832.

 

Christian Bansa

(Gießen 1791 –1862); Dr. jur.; Hofgerichtsadvokat Gießen; 1837 verhaftet wegen Teilnahme an revolutionären Umtrieben und Fluchthilfe bei politischen Flüchtlingen, 5. November 1838 Verurteilung zu 4 Wochen Arrest, Berufung abgelehnt

 

Friederike Bauer

(1768–1848), die unverheiratete Schwester von Margarete Reuss, allgemein als „die Tante“ bezeichnet.

 

Joseph Alexius Baumann

(aus Frankfurt a. M.); stud. med. Tübingen; verhaftet wegen Teilnahme an der Tübinger Burschenschaft, 1835 Flüchtling in Straßburg; am 12. 12. 1836 in Tübingenin Abwesenheit zu zwei Jahren Festung verurteilt; erwähnt in Georg Feins Tagebuch.

 

Carl Philipp Ludwig von Bechtold

(Darmstadt 26. Januar 1791 – 2. Mai 1866 ebenda); ältester Sohn von Karl Bechtold und dessen Ehefrau Caroline geborene Jäckel (1765-1823); ältester Bruder von Christian Friederich Ludwig Bechtold; 1829 Major, 1833 im Darmstädter Kriegsministerium, 1841 Oberst, 1847 Generalmajor; 1848 Oberkommandierender über die Bundestruppen in der Freien Stadt Frankfurt; 
Normdaten (Person): GND 1023105284

 

Christian von Bechtold

(Darmstadt 1798 - 1880), zweitältester Sohn von Karl Bechtold und dessen Ehefrau Caroline geborene Jäckel (1765-1823); Bruder von Christian Friederich Ludwig Bechtold; Karriere im hessischen Militär; 1825 Premierlieutenant; später Oberst.

 

Karl Bechtold

(Pirmasens 7. März 1762 – 6. Juli 1809 Schlacht bei Wagram), Vater von Büchners Bechtold-Verwandten in Darmstadt, Verfasser der „Kurzgefaßte[n] Gedanken über die von [Johann Heinrich] Campe in seiner Reisebeschreibung über die Hessen-Darmstädtische Staaten [...] gefällte Urtheile (Frankfurt a. M. 1789).

 

Ludwig von Bechtold

(Darmstadt 1803 – 1834 ebda.); jüngster Sohn von Karl Bechtold und dessen Ehefrau Caroline geborene Jäckel (1765-1823); Bruder von Christian Friederich Ludwig Bechtold; Akzessist.

 

Carl Christian Becker

(Frankfurt a. M. 13.7.1789 – 27.6.1863 ebd.); Dr.phil.; 1820 – 1828 Pfarrer in Hausen b. Frankfurt a. M.; 1828 – 1863 Pfarrer in Frankfurt a.M. (Heiliggeist- u. St. Nicolaikirche); zugleich Prediger u. Krankentröster am Senckenbergschen Stift; verwandt mit Ernst Büchner. Büchner übernachtete am 2. August 1834 bei dem Ehepaar Becker, nachdem er den Drucker Carl Preller in Offenbach gewarnt hatte. Vgl. Zeitleiste 1. bis 5. August.

 

Edouard de Billy

(1802–1874) Bergwerksingenieur (Direktor) und geologischer Kartograph; Mitglied der "sociéte du muséum d’histoire naturelle de Strasbourg" seit 20. April 1836; GND: kein Eintrag

 

Charles Boeckel

(Gertwiller 20.3.1808 – 21.12.1893 Straßburg); Buchhändler u. Verleger in Straßburg; Bruder von Eugen Boeckel.

 

Théodore Boeckel

(Rothau 4. April 1802 – 6. September 1869 Bischheim); Sohn von Jonas Boeckel, Pfarrer an der Kirche St. Thomas; Bruder von Eugen Boeckel; seit 23. August 1826 verehiratet mit Sophie Henriette Frantz (1805-1845); ab 1829 Arzt im Straßburger Westbezirk, Armenarzt, Gründungsmitglied der „Société du Muséum d’histoire naturelle de Strasbourg“ (seit November 1828), wo er mit meteorologischen Beiträgen hervortrat, unterstützte Büchner gegenüber dem Straßburger Präfekten. In Büchners Briefen an die Eltern als Dr. Boeckel erwähnt.

 

Bohemann

Der von Georg Fein erwähnte Bohemann agitierte als angeblich ehemaliger polnischer Offizier und Emissär französischer Republikaner 1832/1833 in Hessen und befand sich seit Frühjahr 1833 im schweizerischen Exil (vgl. Görisch/Mayer 63, 233, 288 f.).

 

Ferdinand Braun

Stud. med., 1835 deutscher Flüchtling in Straßburg (Hauschild 1993, S. 489).

 

Gustav Braunwald

(Straßburg 26. März 1818 – ?); Sohn von Sophie Braunwald, geb. Boeckel; Neffe von Eugen Boeckel

 

Sophie Braunwald

(Strasbourg 11.6.1797 – 31.3.1763 ebd.); älteste Schwester von Eugen Boeckel; seit 20. Mai 1817 verheiratet mit Emmanuel Braunwald (Strasbourg 20.12.1790 – 27.9.1864 ebd.), 1829-1864 Pastor der St.Thomas-Kirche in Straßburg.

 

Moritz Wilhelm August Breidenbach

(Offenbach 13. November 1796 – 2. April 1857 Darmstadt) hessischer Beamter, nach Jurastudium und Konversion zum christlichen Glauben (1829) Tätigkeit als Ministerialrat 1836 bis 1848; Verfasser der Mittheilungen über die gerichtlich abgewiesenen Klagen des Johann Conrad Kuhl zu Butzbach gegen [...] Staatsminister Freiherrn du Thil [...] (Darmstadt: Jonghaus 1844) mit einer Beurteilung von Johann Konrad Kuhls Denunziation der Landboten-Kuriere. Hldok 3.3.5. Breidenbach, Mitteilung über Kuhls Denunziation

Normdaten (Person): GND 10142471X

 

Ludwig Bricka

(Buchsweiler 5.1. 1807 – Straßburg 10. 11. 1828), stud. theol., nach 1826 Kost u. Logis im Haus Stoeber (vgl. Walter 1943, 43); „Unser theurer Bruder Bricka ist den 10 Nov. nach einer kurzen Krankheit ins bessere Seyn hinübergeschlummert; er wurde den 12ten von seinen academischen Freunden feyerlich begraben“ (Protokoll; resümierender Eintrag vor Sitzung vom 19. Nov. 1828; Protokollant Aug. Stoeber).
GND: kein Eintrag

 

Carl von Bruhn

(Herzhorn 16. März 1803 – 9. August 1877 Altona); stud. jur. in Kiel 1824; nach Tötung in einem Duell vier Monate Festungshaft; Studium der Mathematik in München; Unteroffizier in der preußischen Armee bis 1834; danach Aufenthalt in Rheinhessen; im Sommer 1835 zeitweise in Straßburg; Mitglied des „Bundes der Gerechten“und „Bundes der Geächteten“; 1841 in Abwesenheit zum Tode verurteilt; Mitwirkung an der Revolution 1848 in Frankfurt a.M. sowie im „Bund der Kommunisten“, später im „Allgemeinen deutschen Arbeiterverein“;
Normdaten (Person): GND 124753868.

 

Carl Büchner

(1753 – 11. Februar 1835), Großvater Georg Büchners, Amts- und Stadtchirurg in Reinheim im Odenwald, später Großherzoglich-hessischer Physikatschirurg.

 

Carl Bunsen

(Frankfurt a. M. 1796 – 2. April 1839); prakt. Arzt in Frankfurt; eines der führenden Mitglieder der Frankfurter Union; im November 1834 verhaftet; im März 1836 u.a. wegen Beteiligung am Frakfurter Wachensturm und Versuch der Gefangenenbefreiung zu 4 Jahren Zuchthaus verurteilt; am 6. Juni 1838 freigelassen.

 

Georg Bunsen

geb. um 1795 in Frankfurt a.M.; Studium der Philosophie in Berlin unter J. G. Fichte, Freiwilliger im antinapoleonischen Krieg 1813; Gründer eines Erziehungsinsituts in Frankfurt a.M.; eines der führenden Mitglieder der Frankfurter Union; Flucht aus Deutschland 1834; Emigration nach Amerika (St. Louis); später superintendent of schools in St. Clair County, Illinois.

 

Adolf Calmberg

Darmstadt 1837 – 1887; Literaturhistoriker, Dramatiker, Professor in Küsnacht; Mitinitiator der „Gedächtnisfeier für Georg Büchner auf dem Germaniahügel bei Zürich“ am 4. Juli 1875.
Normdaten (Person): GND 119190648

 

Ulrich Pultz v. Carlsen

(1773-1863), Karriere im hessisch-darmstädtischen Militärdienst, zuletzt Generalleutnant, seit 1801 verheiratet mit Friederike Jäckel, einer Nichte von Ludwig Christian Reuss.

 

Henri-Guillaume Carnari

(Barr 14. Juli 1803 – 4. August 1837 Straßburg); Notariatsschreiber; Propagandist für den utopischen Sozialismus Charles Fouriers (1772 – 1837) in Straßburg. Vgl. DESMARS Bernard, « Carnari (ou Carnary), Henri Guillaume », Dictionnaire biographique du fouriérisme, notice mise en ligne en janvier 2012: http://www.charlesfourier.fr/spip.php?article952 (consultée le 20 juillet 2017); erwähnt in einem Brief von Heinrich Küntzel an August Stöber.

 

Christian Eduard Caspari

(Klingenthal 18.11.1808 – Geudertheim 6.10.1877), Gymnasialfreund der Brüder Stoeber (vgl. Walter 1943, 232, Anm. 70), 1826-1831 stud. theol. Straßburg; am 28. April 1831, dem Abend vor seiner Abreise nach Markirch (Ste. Marie-aux-Mines), „zum hospes perpetuus“ ernannt; auch Mitglied der „Theologischen Gesellschaft“, seit 1826 Stud. theol. Straßburg, 1831-34 Lehrer in Markirch, dann Pfarrer bzw. Konsistoriumspräsident in Altweiler, Markirch u. Geudertheim (B II, Nr. 775).

 

Ernst Dieffenbach

Johann Karl Ernst Dieffenbach (Gießen 27. Januar 1811 – 1. Oktober 1855 ebda.), stud. med in. Gießen; 1828 Mitglied der Burschenschaft Germania; der Mitwisserschaft am Wachensturm 1833 verdächtig; August 1833 Flucht nach Straßburg, Sommer 1834 nach Zürich; 1835 Dr. med. in Zürich; wegen politischer Aktivitäten August 1836 ausgewiesen. Emigration nach England, 1839 – 1841 Teilnahme an einer Expedition zur Erforschung Neuseelands; 1843 Gründungsmitglied der London Ethnological Society und Rückkehr nach Deutschland; 1849 Privatdozent, später Professor an der Universität Gießen;
Normdaten (Person): GND 116100192

 

Eduard Dietz

(1810 – nach 1854), stud. cameral., dann stud. med. Gießen, 1833 dort Beteiligung an Aufstandsplanungen, seit Herbst desselben Jahres flüchtig.

 

Heinrich Karl Dittmar

(1769-1839), Oberfinanzrat, mit seiner Ehefrau Friederike Caroline D., geb. Hegar (1781-1840), Eltern von Hermann Dittmar und Alexis Mustons Gastgeber in Darmstadt.

 

Louise Dittmar

Johanna Friederike Louise Dittmar (1807-1884), Tochter von Heinrich Karl Dittmar und Friederike Caroline D.

Duchesse de Berry

Berry, Marie-Caroline-Ferdinande-Louise de Bourbon, duchesse de B. (1798-1870). Am 4. Juni 1832 hatte die Herzogin zugunsten ihres Sohnes Henri in der Vendée einen gescheiterten Insurrektionsversuch gegen das Regime Louis-Philippes unternommen.

 

Gottfried Dürrbach

(1790-1870), seit 1831 Pfarrer an St. Nikolaus in Straßburg, Verfasser u.a. des epischen Gedichts „Rappoltstein“ (Zürich 1836).

 

Charles Henri/Karl Heinrich Ehrmann

(Straßburg 15. September 1792 – 19. Juni 1878 ebd.) seit 1826 Anatomieprofessor in Straßburg, Mitglied der “Société du muséum d’histoire naturelle” seit Dezember 1828 (Gründungsmitglied); Direktor des Straßburger Museums für Anatomie;
Normdaten (Person): GND 117497630

 

Maurice/Moritz Engelhardt

Christian Moritz Engelhardt (Straßburg 25. April 1775 – 10. Januar 1858 ebda.); elsässischer Verwaltungsbeamter und „chef du bureau de police à la mairie“ in Straßburg (1796 -1834); Journalist (z. B. Beiträger für die „Courrier du Bas Rhin“, das „Morgenblatt“); Fachmann auf den Gebieten der Archäologie und der Naturgeschichte; Mitglied der Straßburger „Société du Museum d’histoire naturelle“ seit 5. Juli 1831;
Literatur: “Dictionnaire de biographie des hommes célèbres de l‘Alsace“; ADB;
Normdaten (Person): GND 116489081

 

Karl Eduard Eichwald

(Mitau 4. Juli 1795 – 10. November 1876 St. Petersburg), 1814 Studium der Naturwissenschaft und Medizin in Berlin und Wien, 1821 Privatdozent in Dorpat, 1823 Prof. d. Zoologie, vergl. Anatomie u. Geburtshilfe an der Universität Kasan, seit 1827 ebenso an der Univ. Wilna; seit 1838 Prof. der Zoologie und Mineralogie in St. Petersburg. Mitglied der Leopoldina und der Göttinger Akademie der Wissenschaften.
Eichwald unternahm unternahm 1836 eine Reise in die Schweiz und nach Oberitalien. Sein Aufenthalt in Zürich, bei dem er auch Büchner kennenlernte, dauerte etwa vom 25. November bis in die erste Dezemberwoche.
Normdaten (Person): GND 116418273

 

Chrétien Maurice/Christian Moritz Engelhardt

Christian Moritz Engelhardt (Straßburg 25. April 1775 – 10. Januar 1858 ebda.); elsässischer Verwaltungsbeamter und „chef du bureau de police à la mairie“ in Straßburg (1796 - 1834); Journalist (Beiträger z. B. für den „Courrier du Bas Rhin“, das „Morgenblatt“); Fachmann auf den Gebieten der Archäologie und der Naturgeschichte; Mitglied der Straßburger „Société du Museum d’histoire naturelle“ seit 5. Juli 1831. Als sein Hauptwerk gilt: „Herrad von Landsperg, Aebtissin zu St. Odilien oder Hohenburg im Elsaß im 12. Jahrh., und ihr Werk Hortus deliciarum“ (1819).
Literatur: “Dictionnaire de biographie des hommes célèbres de l‘Alsace“; ADB; Normdaten (Person): GND 116489081

 

Eugen Erhardt

(1810 – 1875), cand. theol.; Studium in Berlin und Göttingen; Freund von Richard Lepsius; Teilnehmer der Vogesenwanderung vom Juli 1833, an der auch Büchner teilnahm; vgl. LZ 1590 Reuss, Erinnerungen, 1853; später Pfarrer in Neuhof bei Straßburg.

 

Karl Theodor Eschenbrenner

Karl Theodor E. (1809-1880), seit 1829 stud. theol.

 

Johannes Fallati

(1809-1855), 1828-32 stud. iur. in Tübingen, dann Heidelberg; Rechtsreferendariat in Stuttgart; Beiträge im „Morgenblatt“ (vgl. Estermann 1978, I, 390); ab 1841 Professor für Neuere Geschichte u. Statistik an der Universität Tübingen; 1848 Abgeordneter in der Frankfurter Nationalversammlung. Eine über die erste Begegnung hinausgehende, nähere Bekanntschaft Büchners mit dem späteren Nationalökonom ist nicht belegt. (Vgl. Hauschild 1993, 152.)
Normdaten (Person): GND 118831208

 

Antoine Laurent Apollinaire Fée

(Ardentes 7. November 1789 – 21. Mai 1874 Paris), bedeutender Botaniker, ab 1832 Professor in Straßburg und Direktor des Botanischen Gartens; nach 1870 Professor in Paris; Mitglied der Straßburger „Société du muséum d’histoire naturelle“ seit 15. April 1834;
Normdaten (Person): GND 116427310

 

Johann Christoph Freyeisen

(Frankfurt-Sachsenhausen 1. März 1803 – 24. April 1849 Frankfurt a.M.); 1822 Medizinstudent in Heidelberg und Mitglied der Burschenschaft, ab 1827 Musikkritiker und politischer Journalist; leitendes Mitglied der Frankfurter „Union“ neben Wilhelm Sauerwein und Friedrich Funck; Verbüßung einer Haftstrafe in Frankfurt (1833), im Frühjahr 1834 steckbrieflich verfolgt und Flucht in die Schweiz, wo er bis 1848 als Musiklehrer in Bern arbeitet; Autor des Buches Die beiden Friedericken in Sesenheim. Wahrheit und Dichtung (Zürich: Geyser & Comp. 1838, S. 152), in dem er auf Büchners Lenz-Projekt hinweist;
Normdaten (Person): GND 104260084

 

Johann Philipp Friebel

(um 1796 – ?), Schuhmachermeister aus Frankfurt a. M., der Teilnahme am Wachensturm beschuldigt, seit März 1834 flüchtig (Ilse, Anhang II, S. X; Görisch/Mayer 1982, 230); im Frühjahr 1835 in Straßburg.

 

Friedrich Funck

(Frankfurt a.M. 10. Februar 1804 – 15. Februar 1857 ebda.); Sohn eines Lohnkutschers; 1821 Studium der Theologie in Heidelberg; Mitglied der Burschenschaft; 1823 Studium in Jena; 1828 theolog. Examen in Fankfurt; nach verschiedenen oppositionellen Schriften faktisch mit Berufsverbot belegt; Herausgeber von Zeitschriften (u.a. "Volkshalle", "Eulenspiegel"), in denen er für Volkssouveränität und eine deutsche Republik eintritt; Teilnehmer am Hambacher Fest; am 12. November 1832 Inhaftierung und Gefängnisstrafe (bis 26. September 1833); danach gemeinsam mit Johann Christoph Freyeisen und Carl Bunsen führendes Mitglied der “Frankfurter Union“ und Mitarbeit am "Bauern-Conversations-Lexikon"; am 8. März 1834 verhaftet und später zu drei Jahren Zuchthaus verurteilt (bis 1840);
Normdaten (Person): GND 116872306

 

Friedrich Gebhard

Handelsdiener in Darmstadt, aus Ober-Ingelheim, Verbreitung revolutionärer Schriften, flüchtig, steckbrieflich verfolgt; vmtl mit dem bei Georg Fein als „Commis“ von Carl Preller genannten Gebhard identisch.

 

Georg Gottfried Gervinus

(1805-1871), aus Darmstadt gebürtiger nationalliberaler Historiker und Literaturhistoriker, 1830-35 Privatdozent für Geschichte in Heidelberg. Alexis Muston hatte ihn während seiner Forschungsreise durch Württemberg 1832 in Heidelberg aufgesucht.
Normdaten (Person): GND 118538918

 

Amalie Gutzkow, geb. Klönne

(15. Juni 1817 – 22. April 1848 Frankfurt), geb. Klönne, verheiratet mit Karl Gutzkow ab 18. Juli 1836. Amalies Mutter. Anna Elisabeth Klönne, war in zweiter Ehe verheiratet mit Georg Friedrich Freinsheim (1774–1850), dem schwedischen Generalkonsul in Frankfurt a. M.

 

Philippe-Jacques Hatt

(Straßburg 1787 –1862 ebd.); Inhaber der „Brasserie de l’Esperance“ in Strasbourg, rue des Veaux No. 17; Gründer des „Syndicat des brasseurs de Strasbourg; Georg Fein nennt ihn einen "Republikaner". vgl LZ 3700.

 

Oswald Heer

(Niederuzwil 31. August 1809 – 27. September 1883 Lausanne), Paläontologe, Botaniker und Entomologe; 1828 – 1831 Studium der Theologie in Halle/Saale; ab 1834 in Zürich, zunächst als Privatdozent für Botanik und Leiter des Botanischen Gartens, 1835 außerordentlicher, 1852 ordentlicher Professor für Botanik und Entomologie; international bekannter Paläontologe mit Kontakten zu Charles Darwin, dessen Evolutionstheorie er jedoch aus theologischen Gründen nicht akzeptierte. Im September 1836 Nebengutachter von Büchners Dissertation.
Normdaten (Person): GND 11656508X

 

Ernst Wilhelm Heim

(1780-1857) seit 1832 Kreisrat von Großgerau (vgl. Büttner 1969, S. 263)

 

Karl Theophil Held

(Weißenburg 16. März 1813 - 24. März 1879); Dr. med.; am 17. November und 8. Dezember 1831 gemeinsam mit Büchner einer der „hospites“ der Straßburger Studentenverbindung Eugenia; ab 1839 „professeur agrégé“ an der medizinischen Fakultät in Straßburg;
GND: kein Eintrag.

 

Jean Louis Alexandre/Johann Ludwig Alexander Herrenschneider

(Gaugrehweiler, Pfalz 23. März 1760 –29. Januar 1843 Straßburg); Mathematiker, Physiker, Astronom und Meteorologe; während der Jakobinerherrschaft kurzzeitig verfolgt; Freund Johann Friedrich Oberlins; Ehrenprofessor der naturwissenschaftlichen Fakultät; Mitglied des Konsistoriums des theologischen Seminars (Stift St. Thomas) seit 1816; Mitglied der "sociéte du muséum d’histoire naturelle de Strasbourg" seit 15. Oktober 1833;
Normdaten (Person): GND 11752042X

 

Jean Louis Himly

(Straßburg 7. August 1789 – 14. März 1862); Sohn des Tabakfabrikanten Philipp Jakob H. und dessen Ehefrau Maria Magdalena, geb. Walther; 1819 – 1846 Prof. am protestantischen Gymnasium in Straßburg, seit 1819 Pfarrer der Saint-Nicolas-Gemeinde; heiratete am 25. Mai 1817 Julie Auguste Reuss (1793–1873). (NDBA)

 

Julie Auguste Himly

Tochter der Margarete Reuss, Schwester von Edouard Reuss, seit 1817 verheiratet mit Jean Louis Himly

 

Louis Auguste Himly

(Straßburg 28. März 1823 - Sèvres 7. Oktober 1906); Sohn von Jean Louis u. Julie Auguste Himly; Studium in Straßburg, Berlin, Paris und Göttingen; seit 1863 ord. Prof. an der Sorbonne; Historiker.

 

Johann Wilhelm Hoffmann

(1808-1871), seit 1828 Studium am Straßburger protestantischen Seminar, 1831 an der theol. Fakultät, häufig Gast der „Eugenia“, 1834-35 Hauslehrer in Frankfurt a.M., 1839 in St. Peter und cand. theol., 1841 Bacc. theol. und Vikar in Neuweiler, 1847-57 Pfarrer in Bière (Waadtland), dort abgesetzt, 1859 Vikar in Hangweiler, 1861 in Keskastel, 1861 in Berg, 1862 in Oberhofen, 1865-70 Pfarrer in Altweier (Aubure).

 

Hoffmann aus Coblenz

Bei dem von Georg Fein genannten Hoffmann aus Coblenz handelt es isch vermutlich um den in einem Brief der Staatsanwaltschaft von Altkirch (4. Okt. 1836) als Befürworter von Gütergemeinschaft und Tyrannenmord erwähnten August Hoffmann (vgl. Grandjonc 134).

 

Johann Wilhelm Hoffmann

(1808-1871), seit 1828 Studium am Straßburger protestantischen Seminar, 1831 an der theol. Fakultät, häufig Gast der „Eugenia,“ 1834-35 Hauslehrer in Frankfurt a.M., 1839 in St. Peter und cand. theol., 1841 Bacc. theol. und Vikar in Neuweiler, 1847-57 Pfarrer in Bière (Waadtland), dort abgesetzt, 1859 Vikar in Hangweiler, 1861 in Keskastel, 1861 in Berg, 1862 in Oberhofen, 1865-70 Pfarrer in Altweier (Aubure).

 

Horning

die Theologiestudenten Friedrich Theodor (1809-1882) und Gustav Adolph Wilhelm H. (1811-1880).

 

Franz Horning

Franz Friedrich Nathanael Horning (1774-1839) und Eleonore H., geb. Brida (1786-1868) sind die Eltern der beiden „Eugeniden“ Friedrich und Gustav Horning.

 

Jean Philippe Hornus

Bei dem bei Georg Fein genannten Hornus handelt es sich mglw. um Jean Philippe Hornus, ein Mitglied der Straßburger „Société des Amis du peuple“ und des „Cercle patriotique“ (vgl. Ponteil 273, 941).

 

Johann Jakob Hottinger

(18. Mai 1783 – 1860), Prof in Zürich, Historiker, Biographie in: Neujahrsblatt. Zürcherische Hülfsgesellschaft 1861.
GND: kein Eintrag

 

Joël Jacoby

(Königsberg 1807 – 1863); Journalist und Schriftsteller; u. a.: Klagen eines Juden, Mannheim 1837; Gutzkow zufolge zeitweise preußischer politischer Agent; anwesend bei der ersten Lesung von Danton’s Tod in Frankfurt a. M. (vgl. LZ 3480);
Normdaten (Person): GND 104157097.

 

Louis-Theodore Jaeglé

Straßburg 3. August 1812 – 6. Februar 1856), Bruder von Wilhelmine Jaeglé .

 

Marguerite Salomé Jaeglé, geb. Strohl

(1783 – 1828), “Tochter eines Schullehrers aus Nonnenweier im Breisgau” (Hauschild 1993, S. 126); ab 1806 verheiratet mit Johann Jakob Jaeglé , Mutter von Wilhelmine Jaeglé, Büchners Verlobter

 

Hubert Janitschek

(Troppau 30. Oktober 1846–21. Juni 1893 Leipzig); bedeutender östereichischer Kunsthistoriker, 1879 a.o. Professor in Prag. 1881 Professor an der Universität Straßburg; 1891 Professor an der Universität Leipzig; Lehrer u.a. von Georg Dehio und Aby Warburg; Briefwechsel mit Karl Emil Franzos über Wilhelmine Jaeglés Nachlass; Normdaten (Person): GND 117078654

 

Christian Kahlert

Färber und Sohn eines Färbermeisters in Darmstadt, Studium in Gießen, zusammen mit Christian Kriegk der Mitwisserschaft am Wachensturm beschuldigt, seit April 1834 Mitglied der Gesellschaft der Menschenrechte in Darmstadt, im Herbst 1834 beteiligt am projektierten Ankauf einer Druckerpresse,  flieht noch vor März 1835 aus Darmstadt, emigriert nach Amerika, wo er im "Freiheitskampf von Texas" mitkämpft, aber bald danach stirbt (vgl. Ludwig Büchner, 1850). Verbindung zu Valentin Kalbfleisch, der eine Zeitlang bei Kahlerts Vater arbeitete. 

 

Friedrich Kirschleger

(Münster/Elsass 7. Januar 1804 – 15. November 1869 Straßburg); Dr. med.; 1835 Professor für Naturgeschichte an der Straßburger Pharmazieschule; Botaniker, Experte speziell für die Flora des Elsass; Mitglied der "sociéte du muséum d’histoire naturelle de Strasbourg" seit 7. Juli 1835;
ADB; Normdaten (Person): GND 116189231.

 

Ernst Ludwig Koseritz

(1805–1838), württembergischer Leutnant, der zeitgleich mit dem Frankfurter Wachensturm im April 1833 einen Aufstand der württembergischen Armee hatte initiieren wollen; er wurde »im März 1835 [...] zum Tode verurtheilt«. Im »Niederrheinischen Kuriers«/»Courrier du Bas-Rhin« Nr. 68 vom 20. März wurde er als „erschossen“ gemeldet, und auch die Straßburger Emigranten nahmen an, das Urteil sei vollstrckt worden. Tatsächlich wurde er »am 24. April im Augenblicke, als die Execution vollzogen werden sollte, begnadigt« und nach Amerika ausgewiesen (Wigand 1848, VII, 666, Art. »Koseritz«).

 

Gustav Adolph Kreiss

(1810-1870), stud. theol. Straßburg (1824-30), dann Studium in Göttingen, Berlin, Paris (vgl. Bopp 1959, 310); Kreiss nahm neben Büchner, Reuss und anderen teil an einer Vogesenwanderung im Juli 1833, und reiste dann mit Richard Lepsius und Ehrhard(t) Mitte Juli nach Paris weiter (vgl. Brief LZ 1600 Richard Lepsius an Karl Peter Lepsius, 12. Juli 1833).

 

Friederich Küss

1805-1862), seit 1821 stud. theol., Mitglied der Straßburger Verbindung „Constantia“ (vgl. Bopp 1934, 195), 1825 Lehrer in Straßburg, 1829 in London; mit August u. Adolph Stoeber verwandt (vgl. Walter 1943, 8).

Lambossy Jean-Moÿse Lambossy Jean-Moÿse Lambossy

 

Karl Wilhelm Kurz

erwähnt von Georg Fein; vmtl. Karl Wilhelm Walrad Kurtz (1792-1875), seit 1824 Pfarrer in Lingolsheim.

 

Ludwig Lang

(Lengfeld 1812 – 1881 Gießen); stud. forest. Gießen; Mitglied d. „Germania“ u. d. „Palatia“; am 6. März 1834 gegen ‚juratorische Kaution’ auf freien Fuß gesetzt; am 21. Mai 1835 in Georg Feins Tagebuch zusammen mit Hermann Wiener als „so eben aus Deutschland angekommen“verzeichnet.

 

Langlois

Dr. med.; Professor am Militärhospital in Straßburg; Mitglied der Straßburger "Société du muséum d'histoire naturelle" seit 6. Dezember 1836;
GND: kein Eintrag.

 

Frédéric Lauth

Dr. med.; Mitglied des Verwaltungsrats des “Museum d’histoire naturelle”; Mitglied der "sociéte du muséum d’histoire naturelle de Strasbourg" seit 2. März 1830;
GND: kein Eintrag

 

Heinrich Leo

(Rudolstadt 17. März 1799 – 24 April 1878 Berlin); preußischer Historiker; Anhänger von Jahn und der Schwarzen unter Karl Follen; später zunehmend ultrakonservativ; Studium u. a. bei Hegel in Berlin, wo er vmtl. Karl Gutzkow kennenlernt, der ihn in seinen Erinnerungen erwähnt;
Normdaten (Person): GND 118571729.

 

Carl Edmund Lepsius

(1805-1873), Bruder von Karl Richard Lepsius
nGND: 136657664

 

Carl Peter Lepsius

(Naumburg 25. Juni 1775 – 23. April 1853), „Altertumswissenschaftler, Historiker, Schriftsteller, Beamter, Bürgermeister und Landrat“ (Wikipedia); Vater von Karl Richard Lepsius.
GND: 116945885

 

Dominique-Auguste Lereboullet

(Epinal 1804–1865 Straßburg), Arzt und Zoologe, wird nach Duvernoys Berufung nach Paris dessen Nachfolger auf der Professur und später Dekan der naturwissenschaftlichen Fakultät in Straßburg; 1836 Sekretär der Straßburger „Société du muséum d’histoire naturelle“ und als solcher im Frühjahr 1836 Protokollant für Büchners Mémoire;
Normdaten (Person): GND nicht verzeichnet.

 

Karl Jakob Löwig

(Kreuznach 17.3.1803 – 27.3.1890 Breslau), bedeutender Vertreter der organischen Chemie; Schüler von Leopold Gmelin; zunächst Professor in Heidelberg, dann ab 1836 in Zürich, ab 1853 in Breslau. Nebengutachter für Büchners Dissertation in Zürich.
Normdaten (Person): GND 117189812

 

Daniel Mahr

Gehilfe bei einem Bleichgartenbesitzer in Darmstadt, Mitglied der Gesellschaft der Menschenrechte in Darmstadt, später des »Bundes der Geächteten«.
Normdaten GND: kein Eintrag

 

Georg Marguth

Schreinergeselle und Instrumentenmacher aus Butzbach, wegen Fluchthilfe und Meineids am 5. November 1838 zu 14 Monaten Zuchthaus verurteilt, am 7. Januar 1839 amnestiert.
Normdaten GND: kein Eintrag

 

Jakob Matter

(Alteckendorf 31. Mai 1791 – 22. Juni 1864 Straßburg); Theologe; Prof. für Philosophie am Séminaire protestant Strasbourg (1820-1843) u. für Kirchengeschichte an d. Faculté de théologie protestante (1820-1832).
GND: 116838892

 

Johann Friedrich Meckel

(1781-1833), bedeutendster Vertreter der gleichnamigen Gelehrtenfamilie in Halle, vervollständigte die vergleichend-anatomische Sammlung ebd. Seit 1805/06 Prof. für Anatomie ebd. Seine Lehre fußt auf zwei Gesetzen, die die vergleichende Anatomie bestimmen: das Gesetz der Mannigfaltigkeit und das der Reduktion. Die Vielzahl von Erscheinungen im Tierreich läßt sich auf funktionelle Analogien reduzieren. Veröffentlichungen: Handbuch der menschlichen Anatomie. Bd. 1-4. Halle und Berlin: Waisenhaus 1815-1820. System der vergleichenden Anatomie. Th. 1-5. Halle: Renger 1821-1833.
Normdaten (Person): GND: 116988665

 

Gustav Michel

Identität nicht ermittelt, im Protokoll der Sitzung vom 10. Juli 1828 als „Mediciner“ bezeichnet; seit Frühjahr 1828 hospes perpetuus (vgl. Protokoll, 17. April 1828), am 8. Jan. 1829 „von der Liste [...] ausgestrichen“, da ihn „der Verein nicht mehr gewaltig zu interessiren scheint“ (Protokoll; vgl. auch „Allgemeine Dispositionen“, Art. XIV).

 

Theodor Mittler

Leipzig ?? - 30. April 1848 Leipzig), ab 1835 o. Prof. der Geschichte in Zürich, Verfasser von: „De schismate in ecclesia romana sub pontif. Benedicti noni orto disputatio critica“ (1835).
GND kein Eintrag

 

Christian Möser

Geometer, Darmstadt (1813-?), 1834/35 Mitglied der „Gesellschaft der Menschenrechte“, wohnt August bis Oktober 1836 in Zürich Steingasse.

 

Johann Georg Müller

Kalbsmetzger; wegen Mitwisserschaft am Frankfurter Wachensturm im April 1833, wegen Falschaussage zugunsten von Christian Kriegk am 10. August 1833, wegen Mitgliedschaft in der Gesellschaft der Menschenrechte in Darmstadt ab April 1834 und wegen Fluchthilfe in vier Fällen am 25. August 1841 zu vier Jahren Zuchthaus verurteilt, aber am 26. Oktober amnestiert.

 

Münch

"Directeur de l'école industrielle municipale"; Mitglied der Straßburger "Société du muséum d'histoire naturelle" seit 20. Januar 1835;
GND: kein Eintrag.

 

Georg Carl Neuner

(Darmstadt 24. Juni 1815 – 29. August 1882 Kiel); Sohn des Stabsarztes Georg Neuner; stud. jur. Heidelberg und Gießen.

 

Johann Caspar von Orelli

(Zürich 13. Februar 1787 – 3. Januar 1849), 1807 – 1813 Privatlehrer in Bergamo, dann 1819 Gymnasiallehrer in Chur, ab 1819 in Zürich, 1827 Dr. phil. in Basel, 1833 a.o. Professor für Philologie (Spezialgebiete antike und italienische Schriftsteller) an der Universität Zürich, Editor unter anderem der Werke von Platon (mit Johann Georg Baiter ), Lavater, Sallust.
GND kein Eintrag.

 

Jonathan Pfister

(Straßburg 12. September 1785 – 4. Februar 1851 ebd.); Okt. 1830 – Nov. 1849 Polizeikommissär des Straßburger „Canton Sud“.

 

Ludwig Friedrich Rauscher

(1807 – 1840), seit 1830 Pfarrer in St. Dié, Enkel Johann Friedrich Oberlins (und mit einer Enkelin von Oberlin verheiratet). Rauscher hatte 1827 Ehrenfried Stoeber bei einigen Recherchen zu dessen Oberlin-Biographie unterstützt (vgl. Brief Rauscher an Ehrenfried Stoeber, Paris, 3. Mai 1827; FLS). (Vgl. Bopp 1959, 426 und 594.) Edouard Reuss und Büchner besuchen Rauscher auf ihrer Vogesenwanderung im Juli 1833.

 

Friedrich Reichard

Friedrich Karl Reichardt (1812-1848), seit 1831 stud. theol. Straßburg.

 

Ludwig Christian Reuss

gest. 24. November 1831; seit 1789 verheiratet mit Margarete Salome Reuss, geb. Bauer; Bruder von Johann Georg Reuß, dem Vater von Büchners Mutter; Vater von Edouard Reuss, mit dem Büchner 1833 durch die Vogesen wandert.. Er ist, als Büchner 1831 nach Straßburg kommt, schwerkrank und stirbt am 24. November.

 

Johann Georg Reuß

(1757 - 1815),  Büchners Großvater mütterlicherseits, Sohn einer alteingesessenen hanau-lichtenbergischen Beamtenfamilie, bis 1793 Hofkammer- und Regierungsrat in Pirmasens, später Hospitalmeister in Hofheim bei Darmstadt; verheiratet mit Louise Philippine Reuß, geb. Hermani (1764 - 1846).

 

Louise Philippine Reuß

(1764-1864), Büchners Großmutter mütterlicherseits, verheiratet mit Johann Georg Reuß. Lebte später im Haus der Familie Büchner in Darmstadt. Vor seiner Flucht nach Frankreich im März 1835 wickelte Georg Büchner seine Korrespondenz mit Karl Karl Gutzkow über die Adresse seiner Großmutter ab.

 

Pauline Louise Reuss

1811–1836), jüngste Tochter der Margarete Reuss, Schwester von Edouard Reuss.

 

Lucien Rey

Elsässischer Journalist, Redakteur des “Journal Universel”, Verfasser einer Rede für das Hambacher Fest (1832).

 

Peter Joseph Ricker

(Villmar/Lahn 4.4.1804 – 5.10. 1834 Gießen); seit 1832 Buchhändler in Gießen; Teilnehmer d. Versammlung auf d. Badenburg Juli 1834.

 

Benedikt R. Rosenberg

Mitglied des Vorstandes der Gießener Lesegesellschaft (Prozeß 25, 357 ff.); Teilnehmer der Versammlung auf der Badenburg Juli 1834.

 

Georg Rottenstein

(Frankfurt a. M. 1802 (?)); "Handelsmann"; führendes Mitglied der Frankfurter "Union"; seit 20. 6. 1834 steckbrieflich verfolgt; nach Flucht in die Schweiz im Baseler "Jungen Deutschland"; 1836 in Frankreich verhaftet und nach England gebracht, im Juni 1837 von dort nach Amerika ausgewandert. Bruder des "Lohnbediensteten" Franz Rottenstein, ebenfalls führendes Mitglied der Frankfurter "Union"; "verhaftet wegen Teilnahme am revolutionären Männerbund, Verbreitung politischer Schriften und Komplotts zur Befreiung von Gefangenen, 27. 7. 1836 zu 8 Jahren Zuchthaus verurteilt, 21. 7. 1837 (Lübeck) in 2. Instanz in 5 Jahre Zuchthaus umgewandelt."

 

Johann Wilhelm Sauerwein

(Frankfurt a. M. 9, Mai 1803 - 31. März 1847 ebda.); Sohn eines Schneidermeisters; 1822 – 1825 Studium der Theologie in Heidelberg; 1822 Mitglied der Burschenschaft; zum theolog. Examen nicht zugelassen; politisch oppositioneller Journalist; Teilnahme am Hambacher Fest; Verfasser des beliebten Lizius-Liedes (nach dem aus der Frankfurter Haft geflohenen Bernhard Lizius); gemeinsam mit Friedrich Funck, Johann Christoph Freyeisen und Carl Bunsen führendes Mitglied des Frankfurter Männerbundes; Mitarbeit am "Bauern-Conversations-Lexikon"; März 1834 Flucht in die Schweiz nach Liestal; Annäherung an das Schweizerische Junge Deutschland; danach Professor der deutschen und englischen Sprache in Frankreich (Saint Marcellin, Isère); Verfasser von Schriften mit Frankfurter Lokalkolorit; 1844 nach schwerer Erkrankung Rückkehr nach Frankfurt;
Normdaten (Person): GND 117018376

 

Hermann Sauppe

(Weesenstein b. Dresden 9. Dezember 1809 – 15. September 1893 Göttingen). Promotion in Halle 1833, dann Lateinlehrer am Gymnasium in Zürich und Privatdozent an der Universität; nach Lehrtätigkeit in Weimar 1855 Professor für klassische Philologie in Göttingen; Herausgeber antiker Schriftsteller. August Lüning berichtet über eine Diskussion zwischen Sauppe und Büchner bei einem Ausflug in die Umgebung Zürichs (LZ 4235 August Lüning, Brief an Karl Emil Franzos); ;
Normdaten (Person): GND 117019135

 

August Schaller

(1808-1877), seit 1823 eng mit den Brüdern Stoeber befreundet, in deren Haus nach 1826 Kost u. Logis (Walter 1943, 42 f.), 1824-1833 stud. theol. Straßburg; stattete der Eugenia am 12. Nov. 1829 seinen Abschiedsbesuch ab, um am folgenden Tag als „Hofmeister“ nach Florenz zu reisen; 1829-33 Hauslehrer der Familie Narischkin in Italien, legte am 11. Aug. 1833 seine Prüfung zum Kandidaten der Theologie und am 8. Nov. desselben Jahres die Prüfung zum Baccalaureus der Theologie ab; 1833-37 preuß. Gesandtschaftsprediger in Neapel, dann Pfarrer bzw. Konsistoriumspräsident in Markirch, Ingweiler u. Straßburg (B II, Nr. 4512). Mit Büchner über die mütterliche Linie (Reuss) verwandt (vgl. Franz/Hauschild, in:Katalog Darmstadt, Genealog. Beilage zu Nr. 33) 1987).

 

Wilhelm Philipp Schimper

(Dosenheim, Elsaß 1808-1880 Straßburg); Schüler von Philippe Louis Voltz, Professor für Naturgeschichte und Geologie an der Universität Straßburg; Conservator der Sammlungen der Fakultät und des Museuma der Naturgeschichte in Straßburg; Botaniker; Mitglied der "sociéte du muséum d’histoire naturelle de Strasbourg" seit 15. April 1834;
Normdaten (Person): GND 117271497.

 

Heinrich Rudolf Schinz

(Zürich 30. März 1777 – 8. März 1861 ebenda); 1798 Dr. med. nach Studium in Würzburg und Jena; Rückkehr nach Zürich, dort 1804 Lehrer am medizinischen Institut, 1833 außerordentlicher Professor für Naturgeschichte; 1821 Mitglied der Leopoldina; 1845 der Société cuverienne; Übersetzer von Cuviers „Le règne animal“; Zoologe mit Spezialisierung bei Vögeln und Säugetieren. Im September 1836 Nebengutachter von Büchners Dissertation.
Normdaten (Person): GND 11727397X

 

Peter Schlemmer

Aus Speyer; stud. jur. in Gießen; wegen Beteiligung am Frankfurter Wachensturm 1833 inhaftiert, am 24. Februar 1834 aus der Haft entlassen; in loser Verbidung zu Büchners „Gesellschaft der Menschenrechte“.

 

Karl Eugen Schlund

(um 1809 – ?), Sohn des Franz Schlund (1778 – nach 1838), des verantwortlichen Redakteurs des „Wächter am Rhein“; stud. med. in Heidelberg, „wegen Fluchtbegünstigung, Abhalten von Reden und Absingen von Liedern aufrührerischen Inhalts unter Anklage gestellt, mit Urteil vom 24. Mai 1834 zu einjähriger Korrektionshausstrafe verurteilt“ (Köhler 1990, S. 402, Anm. 25); vmtl. erst nach Verbüßung seiner Strafe, die „später auf 9 1/2 Monate reduziert wurde“ (ebd.), nach Frankreich emigriert; im März 1835 in Straßburg (vgl. LZ 3660).

 

Franz Schlund

(1778 – nach 1838), verantwortlicher Redakteur der oppositionellen, am 26. Juni 1832 verbotenen Zeitung „Wächter am Rhein“; um 1835 Flüchtling in Straßburg. Vater von Karl Schlund.

 

Carl Schmidt

(Gedern 27. Februar 1810 – 3. August 1843 ebd.); Sohn eines Kaufmanns; stud. med. Gießen 1830 – 1835; 1836/37 Zürich; Nov. 1839 Promotion in Gießen; prakt. Arzt in Gedern.

 

Margareta Salome Schmidt

geb. Lichtenberger, Frau des in Straßburg verstorbenen Pfarrers Schmidt; Begleiterin von Wilhelmine Jaeglé auf ihrer Fahrt nach Zürich Februar 1837.

 

Charles Schmidt

(Straßburg 1812–1895 Straßburg), Professor der evangelischen Theologie, Historiker und Religionswissenschaftler mit Forschungen zur Geschichte der Katharer; verheiratet mit Julie Pauline Schmidt, geb. Strohl, einer Verwandten (mütterlicherseits) von Wilhelmine Jaeglé;
Normdaten (Person): GND 104094990

 

Julie Pauline Schmidt, geb. Strohl

(1820-1859), seit 1840 mit Prof. Charles Schmidt (1812–1895, Theologe, Historiker und Religionswissenschaftler) verheiratet; Verwandte von Wilhelmine Jaeglé, Mutter der Erbin von deren Nachlass.

 

Hans Heinrich Schroth

(bzw. Jean Henri Schroth) Aus Dietzenbach stammender Einwanderer in Straßburg, Wirt des Gasthauses "Rebstock" in der Grand’rue 120; erstes Ziel und Treffpunkt deutscher Flüchtlinge; auch Büchner vertraut.

 

George-Louis Schuler

Inhaber des Straßburger Verlags G. L. Schuler, in dem u.a. Werke von Büchners Freunden August Stöber und Johann Wilhelm Baum erschienen, ebenso aber auch revolutionäre Schriften, mit der Folge dass die deutsche Bundesversammlung am 11. September 1834 den Vertrieb der Verlagsprodukte von G.L. Schuler untersagte. Von Georg Fein erschien bei G. L Schuler „Politische Gedichte“, Straßburg 1836.

 

Gustav Schwab

(1792-1850), 1828-37 Redakteur „des poetischen Theils“ des „Morgenblatt für gebildete Stände“ (Estermann 1978, I, 360), literarischer Förderer der Brüder Stoeber und neben Ludwig Uhland deren dichterisches Vorbild;
Normdaten (Person): GND 118762745.

 

Emilie Sell, geb. Stamm

aus Darmstadt; ab 1836 verheiratat mit Wilhelm Sell, Professor in Zürich.

 

Wilhelm Sell

(Darmstadt November 1804 – 25. März 1848 ebda.); stud. jur. in Gießen und Heidelberg 1822 – 1826; Dr. jur. 1829; 1834 Prof. für Römisches Recht und Kriminalrecht in Zürich; 1841 Prof. in Gießen; seit 1836 verheiratet mit Emilie Stamm aus Darmstadt; Normdaten (Person): GND 117474339

 

Johann Theodor Damian von Siebold

Theodor Damian von Siebold (Würzburg 14. August 1768 – 6. Dezember 1828 Darmstadt); Dr. med.; Arzt u. Geburtshelfer in Darmstadt; seit 1824 Direktor des Medizinaldirektoriums in Darmstadt, dem Büchners Vater als Medizinalrat angehörte.
Normdaten (Person): GND kein Eintrag.

 

Luise Dorothea Stoeber, geb. Küß
(1784 – 1846), seit 1807 mit Daniel Ehrenfried St. verheiratet.

 

Frédéric Emile Simon (F. E. Simon fils)

(Straßburg 1805 - 1886); Sohn von Frédéric Sigismond Simon (1777-1849); nach Fortbildung in Frankfurt und München Gründung einer lithographischen Druckerei in Straßburg, in der auch Büchners Dissertation gedruckt wird. Die Druckerei "Simon fils" ist ab 1830 international führend in der Entwicklung der Chromolithographie.

Adolf Steinheil

(Straßburg 1810 – 26. Mai 1839 bei einer Überfahrt von der Insel Martinique nach Caracas); Chemiker, Botaniker, Militärpharmaceut; nach Veröffentlichung der „Matériaux pour servir à une Flore de Barbarie“ zum Mitglied der Straßburger „Société du Muséum d’histoire naturelle“ ernannt (17. Februar 1836); starb auf einer Forschungsreise nach Südamerika.
Normdaten (Person): GND 129222356.

 

Victor Stoeber

(1803–1871); Dr. med.; professeur agrégé der medizinischen Fakultät; Mitglied der "sociéte du muséum d’histoire naturelle de Strasbourg" seit 19. April 1837; bedeutender Augenarzt; Begründer des Studienfaches der Augenheilkunde in Frankreich ("créateur du premier enseignemant officiel d'ophtalmologie en France");
GND: kein Eintrag.

 

Joseph Alexis Stoltz

(Andlau 14. Dezember 1803 – 22. Mai 1896 ebd.); Prof. für Gynäkologie in Straßburg, nach 1872 Professor in Nancy; Mitglied der Straßburger „Société du muséum d’histoire naturelle“; gilt als Pionier für die künstliche Einleitung von Wehen in Frankreich;
Normdaten (Person): GND 104099461.

 

Adam Walter Strobel

(1792-1850), 1811 Lehrer an der prot. Schule Alt-St. Peter, 1830-1850 Lehrer am protestantischen Gymnasium in Straßburg; Ruf als bedeutender Historiker durch das Werk: Vaterländische Geschichte des Elsasses. Von den frühesten Zeiten bis zur Revolution 1789 nach Quellen bearbeitet, 6 Bde. Straßburg. Teil I-IV 1841-1849. Bd. V-VI von Dr. L.H. Engelhardt. - Vermutlich erwähnt in dem Brief von Edouard Reuss an August Stöber (vgl. LZ 1730)
Normdaten (Person): GND 117319368

 

Jean Daniel Strohl

geb. 1758, Lehrer, Großvater von Wilhelmine Jaeglé

 

Christian Emil Eduard Strohl

[Chrétien-Edouard-Emile] (Straßburg 14. Februar 1814 – 1894); stud. med. Straßburg; 1836 Armeechirurg; Cousin Wilhelmine Jaeglés, dem sie 1877 ihre Korrespondenz mit Büchner testamentarisch vermachte.

 

Franz Stromeyer

(Tauberbischofsheim 9. August 1805 – 16. Dezember 1848 Konstanz), Verleger und Publizist, 1832 Redner auf dem Hambacher Fest, Redakteur des Wächters am Rhein; nach Verurteilung 1832 Flucht ins französische, dann schweizerische Exil, Mitunterzeichner der "Verbrüderungsakte" des Jungen Europa, wegen politischer Fehler („Leichtsinn“) vom Zentralausschuss des Jungen Deutschland 1834 unter Todesstrafe gestellt (vgl. Roschi 28), wegen der Veruntreuung von Geldern später aus dem Jungen Deutschland ausgeschlossen; 1836 Ausweisung aus der Schweiz; 1837 – 1842 Emigration nach London; zeitweise Geheimagent in österreichischen Diensten, zugleich Propagator der Ideen Fouriers;
Normdaten (Person): GND 143048368.

 

Jean Tarter

(Dürkheim 1799 - 1848 Straßburg), Inhaber des Straßburger Gasthofs „Zum tiefen Keller“, eines Treffpunkts der deutschen Flüchtlinge.

 

Heinrich Tempel

aus Hanau, Metzgerknecht, Mitglied der Frankfurter „Union“; im Sommer 1835 in Straßburg; erwähnt von Georg Fein; seit 29. 11. 1836 steckbrieflich verfolgt.

 

Friedrich von Tschudi

(1820-1886), Theologe, Schriftsteller, Politiker, zuletzt Erziehungsdirektor des Kantons St. Gallen. Vgl. Emil Bächler: Friedrich von Tschudi, St. Gallen 1947.
Normdaten (Person): GND 117432504

 

Reinhard Ludwig Venator

(Willstedt 21. Oktober 1799 – 03. Oktober 1862 Darmstadt); ab 1820 Kaufmann in Darmstadt, gründet 1829 die Handelslehranstalt, nach dem Tod seines Schwiegervaters Carl Ludwig Wittich (15.9.1771 – 28.5.1839) Geschäftsführer der Wittichschen Hofbuchdruckerei, 1844 in Zusammenarbeit mit dem Hofbuchhändler Gustav Jonhgaus (1807–1870) Gründer einer Filiale einer Prägeanstalt. (alle Angaben nach Stadtlexikon Darmstadt ; http://www.darmstadt-stadtlexikon.de/v/venator-reinhard-ludwig.html).

 

Eduard Verny

Ludwig Eduard Verny (1803-1854), seit 1828 stud. theol., 1830-1836 Direktor des Collège in Mülhausen, seit 1838 Pfarrer in Paris; am 8. Jan. 1829 zum „hospes perpetuus“ ernannt.

 

Ludwig Philipp Vogt

Metzgergeselle in Frankfurt; Mitglied in der Frankfurter “Union”; Flucht nach Frankfurt; seit 5. 5. 1834 steckbrieflich verfolgt; erwähnt bei Georg Fein.

 

Philippe Louis Voltz

(Straßburg 15. August 1785 – 30. März 1840); inspecteur général des mines; Professor für Mineralogie und Geologie in Straßburg; reorganisiert die naturkundliche Sammlung der Straßburger Universität, speziell der Fossilien der Vogesen; Gründungsmitglied der "sociéte du muséum d’histoire naturelle de Strasbourg"; Autor u.a. von „Topographie minéralogique de l’Alsace“ (1828); Nekrolog in „Annales des Mines“ 1846, S. 237–252;
Normdaten (Person): GND 117705047

 

Amalia Weidig, geb. Hofmann

(Hungen 11. Oktober 1796 –26. Juli 839 Gießen); Frau von Friedrich Ludwig Weidig.

 

Franz Karl Weller

(Amöneburg 6.3.1811 – Nov. 1891 St. Pirminsberg/Schweiz); Sohn eines Syndikus; cand. jur. und ehemaliger Burschenschafter in Marburg; seit 1832 an allen Unternehmungen der Marburger Republikaner beteiligt, so auch an der zweiten Auflage des „Hessischen Landboten“; Anfang 1835 Verfasser des Artikels „Freiheit“ in der Fortsetzungsfolge des „Bauern-Conversationslexikons“; steckbrieflich verfolgt Mai 1835; April 1835 Flucht über Straßburg in die Schweiz, dort „Privat-Lehrer“ im Kanton Zürich, 1837 Bezirkslehrer in Liestal.

 

Wilhelm Wetzel

(?? - nach 1877), Schmiedemeister in Darmstadt, wegen Mitwisserschaft am Frankfurter Wachensturm April 1833, wegen Falschaussage zugunsten von Christian Kriegk am 10. August 1833, wegen Mitgliedschaft in der Gesellschaft der Menschenrechte in Darmstadt ab April 1834 und wegen Fluchthilfe in vier Fällen am 25. August 1841 zu viereinhalb Jahren Zuchthaus verurteilt, aber am 26. Oktober amnestiert. Wetzel war Besitzer eines Gartenhauses am Darmstädter Großen Woog, an dem die Mitglieder der Gesellschaft der Menschenrechte Schießübungen veranstalteten.

 

Philipp Carl Wilhelm Weyprecht

(1809 – 1835 Gießen), cand. med. in Gießen, Gründer eines meist aus Handwerkern bestehenden „Bürgervereins“ in Gießen mit dem Ziel des Drucks und der Verbreitung von Flugschriften; leitend beteiligt an der auch von Mitgliedern der „Gesellschaft der Menschenrechte“ projektierten Anschaffung einer Druckerpresse und der Gefangenenbefreiung in Friedberg (Herbst/Winter 1834/35).

 

Caroline Wieger, geb. Reuss

Tochter der Margarete Reuss, Schwester von Edouard Reuss, seit 1816 verheiratet mit dem Papierfabrikanten Louis-Henri Wieger.

 

Christoph Joseph Willigens

Christoph Joseph Willigens (Hermeskiel in Preußen um 1810 – ?), cand. med., wegen „Theilnahme an der Burschenschaft zu Würzburg“ verfolgt (Ilse 1860, Anhang II, S. XXXII); vmtl. seit Mai 1834 in Straßburg (vgl. Katalog Marburg, Nr. 329; GBHK S. 21); Dr. med. in Straßburg Anfang 1836; erwähnt im Brief Büchners an Wilhelm Braubach, 26. Jan. 1836 ; vor 25. März 1836 vom Appellationsgericht Bayern „nicht als schuldig befunden“ und „freigesprochen“ (Bayreuther Zeitung Nr. 73, 25. März 1836).

 

Alexander Winther

(1812-1871), Sohn des Wundarztes Winther aus Offenbach (HP 1831, S. 99), seit 1831 Medizinstudium an der Universität Gießen, aus Offenbach, Mitglied der Gießener Burschenschaft und Palatia, am 9. 12. 1836 in Gießen) freigesprochen. 1848 a.o., 1867 ordentlicher Professor der pathologischen Anatomie sowie der allgemeinen Pathologie und Therapie, Spezialist für Augenheilkunde.
Normdaten (Person): GND 117411310

 

Heinrich Arnold Anton Wulfes

(1803 - nach 1837), seit 1823 Stud. theol. in Halle, danach Hauslehrer in Würzburg, Berlin, Marienwerder und Danzig. Wulfes hatte Eduard Reuß im April 1826 in Halle bei Wegscheider kennengelernt. Wulfes war, wie auch Büchner und Reuß, Teilnehmer der Vogesenreise im Juni 1833.

 

G. Zeysolff

Dr. med., Bezirksarzt (médecin cantonal), Mitglied der "sociéte du muséum d’histoire naturelle de Strasbourg" seit 15. April 1834;
GND: kein Eintrag

 

Ernst Zimmermann

Ernst Christoph Philipp Zimmermann (Darmstadt 18. September 1786 – 24. Juni 1832 ebenda); evangelischer Theologe und Hofprediger in Darmstadt; Begründer der „Allgemeinen Kirchenzeitung“;
Normdaten (Person): GND 118856189

 

Friedrich Siegmund Jucho

Jucho war ab Ende 1833 wichtigster Ansprechpartner für die Gruppe um Friedrich Ludwig Weidig und dann auch für den „Oberhessischen Preßverein“. Er stellte für Weidig den Kontakt zu der Druckerei Carl Preller in Offenbach, in der die von Weidig verfassten Hefte des Leuchters und Beleuchters für Hessen und danach der Hessische Landbote gedruckt wurden. Nach Juchos Verhaftung im Herbst 1834 gelangte noch ein Blatt von Juchos "Bauernconversationslexikon" zu dem Mitherausgeber des "Hessischen Landboten", Leopold Eichelberg in Marburg, wurde dort aber von der Polizei noch vor der geplanten Drucklegung beschlagnahmt;
https://de.wikipedia.org/wiki/Friedrich_Siegmund_Jucho;
Normdaten (Person): GND 117213179

Zuletzt bearbeitet: August 2017