Personenverzeichnis

 

Christian Bansa

(Gießen 1791 –1862); Dr. jur.; Hofgerichtsadvokat Gießen; verhaftet wegen Teilnahme an revolutionären Umtrieben und Fluchthilfe bei politischen Flüchtlingen, 5. November 1838 Verurteilung zu 4 Wochen Arrest, Berufung abgelehnt

 

Friederike Bauer

(1768–1848), die unverheiratete Schwester von Margarete Reuss, allgemein als „die Tante“ bezeichnet.

 

Carl Philipp Ludwig von Bechtold

(Darmstadt 26. Januar 1791 – 2. Mai 1866 ebenda); ältester Sohn von Karl Bechtold und dessen Ehefrau Caroline geborene Jäckel (1765-1823); ältester Bruder von Christian Friederich Ludwig Bechtold; 1829 Major, 1833 im Darmstädter Kriegsministerium, 1841 Oberst, 1847 Generalmajor; 1848 Oberkommandierender über die Bundestruppen in der Freien Stadt Frankfurt; 
Normdaten (Person): GND 1023105284

 

Christian von Bechtold

(Darmstadt 1798 - 1880), zweitältester Sohn von Karl Bechtold und dessen Ehefrau Caroline geborene Jäckel (1765-1823); Bruder von Christian Friederich Ludwig Bechtold; Karriere im hessischen Militär; 1825 Premierlieutenant; später Oberst.

 

Karl Bechtold

(Pirmasens 7. März 1762 – 6. Juli 1809 Schlacht bei Wagram), Vater von Büchners Bechtold-Verwandten in Darmstadt, Verfasser der „Kurzgefaßte[n] Gedanken über die von [Johann Heinrich] Campe in seiner Reisebeschreibung über die Hessen-Darmstädtische Staaten [...] gefällte Urtheile (Frankfurt a. M. 1789).

 

Ludwig von Bechtold

(Darmstadt 1803 – 1834 ebda.); jüngster Sohn von Karl Bechtold und dessen Ehefrau Caroline geborene Jäckel (1765-1823); Bruder von Christian Friederich Ludwig Bechtold; Akzessist.

 

Carl Christian Becker

(Frankfurt a. M. 13.7.1789 – 27.6.1863 ebd.); Dr.phil.; 1820 – 1828 Pfarrer in Hausen b. Frankfurt a. M.; 1828 – 1863 Pfarrer in Frankfurt a.M. (Heiliggeist- u. St. Nicolaikirche); zugleich Prediger u. Krankentröster am Senckenbergschen Stift; verwandt mit Ernst Büchner. Büchner übernachtete am 2. August 1834 bei dem Ehepaar Becker, nachdem er den Drucker Carl Preller in Offenbach gewarnt hatte. Vgl. Zeitleiste 1. bis 5. August.

 

Charles Boeckel

(Gertwiller 20.3.1808 – 21.12.1893 Straßburg); Buchhändler u. Verleger in Straßburg; Bruder von Eugen Boeckel.

 

Théodore Boeckel

(Rothau 4. April 1802 – 6. September 1869 Bischheim); Bruder von Eugen Boeckel; ab 1829 Arzt im Straßburger Westbezirk, Armenarzt, Mitglied der „Société du Muséum d’histoire naturelle de Strasbourg“, wo er mit meteorologischen Beiträgen hervortrat, unterstützte Büchner gegenüber dem Straßburger Präfekten. In Büchners Briefen an die Eltern als Dr. Boeckel erwähnt.

 

Carl Büchner

(1753 – 11. Februar 1835), Großvater Georg Büchners, Amts- und Stadtchirurg in Reinheim im Odenwald, später Großherzoglich-hessischer Physikatschirurg.

 

Ulrich Pultz v. Carlsen

(1773-1863), Karriere im hessisch-darmstädtischen Militärdienst, zuletzt Generalleutnant, seit 1801 verheiratet mit Friederike Jäckel, einer Nichte von Ludwig Christian Reuss.

 

Henri-Guillaume Carnari

(Barr 14. Juli 1803 – 4. August 1837 Straßburg); Notariatsschreiber; Propagandist für den utopischen Sozialismus Charles Fouriers (1772 – 1837) in Straßburg. Vgl. DESMARS Bernard, « Carnari (ou Carnary), Henri Guillaume », Dictionnaire biographique du fouriérisme, notice mise en ligne en janvier 2012: http://www.charlesfourier.fr/spip.php?article952 (consultée le 20 juillet 2017); erwähnt in einem Brief von Heinrich Küntzel an August Stöber.

 

Christian Eduard Caspari

(Klingenthal 18.11.1808 – Geudertheim 6.10.1877), Gymnasialfreund der Brüder Stoeber (vgl. Walter 1943, 232, Anm. 70), 1826-1831 stud. theol. Straßburg; am 28. April 1831, dem Abend vor seiner Abreise nach Markirch (Ste. Marie-aux-Mines), „zum hospes perpetuus“ ernannt; auch Mitglied der „Theologischen Gesellschaft“, seit 1826 Stud. theol. Straßburg, 1831-34 Lehrer in Markirch, dann Pfarrer bzw. Konsistoriumspräsident in Altweiler, Markirch u. Geudertheim (B II, Nr. 775).

 

Heinrich Karl Dittmar

(1769-1839), Oberfinanzrat, mit seiner Ehefrau Friederike Caroline D., geb. Hegar (1781-1840), Eltern von Hermann Dittmar und Alexis Mustons Gastgeber in Darmstadt.

 

Louise Dittmar

Johanna Friederike Louise Dittmar (1807-1884), Tochter von Heinrich Karl Dittmar und Friederike Caroline D.

Duchesse de Berry

Berry, Marie-Caroline-Ferdinande-Louise de Bourbon, duchesse de B. (1798-1870). Am 4. Juni 1832 hatte die Herzogin zugunsten ihres Sohnes Henri in der Vendée einen gescheiterten Insurrektionsversuch gegen das Regime Louis-Philippes unternommen.

 

Karl Eduard Eichwald

(Mitau 4. Juli 1795 – 10. November 1876 St. Petersburg), 1814 Studium der Naturwissenschaft und Medizin in Berlin und Wien, 1821 Privatdozent in Dorpat, 1823 Prof. d. Zoologie, vergl. Anatomie u. Geburtshilfe an der Universität Kasan, seit 1827 ebenso an der Univ. Wilna; seit 1838 Prof. der Zoologie und Mineralogie in St. Petersburg. Mitglied der Leopoldina und der Göttinger Akademie der Wissenschaften.
Eichwald unternahm unternahm 1836 eine Reise in die Schweiz und nach Oberitalien. Sein Aufenthalt in Zürich, bei dem er auch Büchner kennenlernte, dauerte etwa vom 25. November bis in die erste Dezemberwoche.

Normdaten (Person): GND 116418273

 

Eugen Erhardt

(1810 – 1875), cand. theol.; Studium in Berlin und Göttingen; Freund von Richard Lepsius; Teilnehmer der Vogesenwanderung vom Juli 1833, an der auch Büchner teilnahm; vgl. LZ 1590 Reuss, Erinnerungen, 1853; später Pfarrer in Neuhof bei Straßburg.

 

Karl Theodor Eschenbrenner

Karl Theodor E. (1809-1880), seit 1829 stud. theol.

 

Johannes Fallati

(1809-1855), 1828-32 stud. iur. in Tübingen, dann Heidelberg; Rechtsreferendariat in Stuttgart; Beiträge im „Morgenblatt“ (vgl. Estermann 1978, I, 390); ab 1841 Professor für Neuere Geschichte u. Statistik an der Universität Tübingen; 1848 Abgeordneter in der Frankfurter Nationalversammlung. Eine über die erste Begegnung hinausgehende, nähere Bekanntschaft Büchners mit dem späteren Nationalökonom ist nicht belegt. (Vgl. Hauschild 1993, 152.)
Normdaten (Person): GND 118831208

 

Georg Gottfried Gervinus

(1805-1871), aus Darmstadt gebürtiger nationalliberaler Historiker und Literaturhistoriker, 1830-35 Privatdozent für Geschichte in Heidelberg. Alexis Muston hatte ihn während seiner Forschungsreise durch Württemberg 1832 in Heidelberg aufgesucht.

Normdaten (Person): GND 118538918

 

Amalie Gutzkow, geb. Klönne

(15. Juni 1817 – 22. April 1848 Frankfurt), geb. Klönne, verheiratet mit Karl Gutzkow ab 18. Juli 1836. Amalies Mutter. Anna Elisabeth Klönne, war in zweiter Ehe verheiratet mit Georg Friedrich Freinsheim (1774–1850), dem schwedischen Generalkonsul in Frankfurt a. M.

 

Oswald Heer

(Niederuzwil 31. August 1809 – 27. September 1883 Lausanne), Paläontologe, Botaniker und Entomologe; 1828 – 1831 Studium der Theologie in Halle/Saale; ab 1834 in Zürich, zunächst als Privatdozent für Botanik und Leiter des Botanischen Gartens, 1835 außerordentlicher, 1852 ordentlicher Professor für Botanik und Entomologie; international bekannter Paläontologe mit Kontakten zu Charles Darwin, dessen Evolutionstheorie er jedoch aus theologischen Gründen nicht akzeptierte. Im September 1836 Nebenguachter von Büchners Dissertation.
Normdaten (Person): GND 11656508X

 

Ernst Wilhelm Heim

(1780-1857) seit 1832 Kreisrat von Großgerau (vgl. Büttner 1969, S. 263)

 

Jean Louis Himly

(Straßburg 7. August 1789 – 14. März 1862); Sohn des Tabakfabrikanten Philipp Jakob H. und dessen Ehefrau Maria Magdalena, geb. Walther; 1819 – 1846 Prof. am protestantischen Gymnasium in Straßburg, seit 1819 Pfarrer der Saint-Nicolas-Gemeinde; heiratete am 25. Mai 1817 Julie Auguste Reuss (1793–1873). (NDBA)

 

Julie Auguste Himly

Tochter der Margarete Reuss, Schwester von Edouard Reuss, seit 1817 verheiratet mit Jean Louis Himly

 

Louis Auguste Himly

(Straßburg 28. März 1823 - Sèvres 7. Oktober 1906); Sohn von Jean Louis u. Julie Auguste Himly; Studium in Straßburg, Berlin, Paris und Göttingen; seit 1863 ord. Prof. an der Sorbonne; Historiker.

 

Johann Wilhelm Hoffmann

(1808-1871), seit 1828 Studium am Straßburger protestantischen Seminar, 1831 an der theol. Fakultät, häufig Gast der „Eugenia“, 1834-35 Hauslehrer in Frankfurt a.M., 1839 in St. Peter und cand. theol., 1841 Bacc. theol. und Vikar in Neuweiler, 1847-57 Pfarrer in Bière (Waadtland), dort abgesetzt, 1859 Vikar in Hangweiler, 1861 in Keskastel, 1861 in Berg, 1862 in Oberhofen, 1865-70 Pfarrer in Altweier (Aubure).

 

Johann Wilhelm Hoffmann

(1808-1871), seit 1828 Studium am Straßburger protestantischen Seminar, 1831 an der theol. Fakultät, häufig Gast der „Eugenia,“ 1834-35 Hauslehrer in Frankfurt a.M., 1839 in St. Peter und cand. theol., 1841 Bacc. theol. und Vikar in Neuweiler, 1847-57 Pfarrer in Bière (Waadtland), dort abgesetzt, 1859 Vikar in Hangweiler, 1861 in Keskastel, 1861 in Berg, 1862 in Oberhofen, 1865-70 Pfarrer in Altweier (Aubure).

 

Horning

die Theologiestudenten Friedrich Theodor (1809-1882) und Gustav Adolph Wilhelm H. (1811-1880).

 

Franz Horning

Franz Friedrich Nathanael Horning (1774-1839) und Eleonore H., geb. Brida (1786-1868) sind die Eltern der beiden „Eugeniden“ Friedrich und Gustav Horning.

 

Johann Jakob Hottinger

(18. Mai 1783 – 1860), Prof in Zürich, Historiker, Biographie in: Neujahrsblatt. Zürcherische Hülfsgesellschaft 1861.
GND: kein Eintrag

 

Louis-Theodore Jaeglé

Straßburg 3. August 1812 – 6. Februar 1856), Bruder von Wilhelmine Jaeglé .

 

Marguerite Salomé Jaeglé, geb. Strohl

(1783 – 1828), “Tochter eines Schullehrers aus Nonnenweier im Breisgau” (Hauschild 1993, S. 126); ab 1806 verheiratet mit Johann Jakob Jaeglé , Mutter von Wilhelmine Jaeglé, Büchners Verlobter

 

Christian Kahlert

Färber und Sohn eines Färbermeisters in Darmstadt, Studium in Gießen, zusammen mit Christian Kriegk der Mitwisserschaft am Wachensturm beschuldigt, seit April 1834 Mitglied der Gesellschaft der Menschenrechte in Darmstadt, im Herbst 1834 beteiligt am projektierten Ankauf einer Druckerpresse,  flieht noch vor März 1835 aus Darmstadt, emigriert nach Amerika, wo er im "Freiheitskampf von Texas" mitkämpft, aber bald danach stirbt (vgl. Ludwig Büchner, 1850). Verbindung zu Valentin Kalbfleisch, der eine Zeitlang bei Kahlerts Vater arbeitete. 

 

Gustav Adolph Kreiss

Gustav Adolph K. (1810-1870), stud. theol. Straßburg (1824-30), dann Studium in Göttingen, Berlin, Paris (vgl. Bopp 1959, 310); Kreiss nahm neben Büchner, Reuss und anderen teil an einer Vogesenwanderung im Juli 1833, und reiste dann mit Richard Lepsius und Ehrhard(t) Mitte Juli nach Paris weiter (vgl. Brief LZ 1600 Richard Lepsius an Karl Peter Lepsius, 12. Juli 1833).

 

Friederich Küss

1805-1862), seit 1821 stud. theol., Mitglied der Straßburger Verbindung „Constantia“ (vgl. Bopp 1934, 195), 1825 Lehrer in Straßburg, 1829 in London; mit August u. Adolph Stoeber verwandt (vgl. Walter 1943, 8).

Lambossy Jean-Moÿse Lambossy Jean-Moÿse Lambossy

 

Carl Edmund Lepsius

(1805-1873), Bruder von Karl Richard Lepsius
nGND: 136657664

 

Carl Peter Lepsius

(Naumburg 25. Juni 1775 – 23. April 1853), „Altertumswissenschaftler, Historiker, Schriftsteller, Beamter, Bürgermeister und Landrat“ (Wikipedia); Vater von Karl Richard Lepsius.
GND: 116945885

 

Karl Jakob Löwig

(Kreuznach 17.3.1803 – 27.3.1890 Breslau), bedeutender Vertreter der organischen Chemie; Schüler von Leopold Gmelin; zunächst Professor in Heidelberg, dann ab 1836 in Zürich, ab 1853 in Breslau. Nebengutachter für Büchners Dissertation in Zürich.
Normdaten (Person): GND 117189812

 

Jakob Matter

(Alteckendorf 31. Mai 1791 – 22. Juni 1864 Straßburg); Theologe; Prof. für Philosophie am Séminaire protestant Strasbourg (1820-1843) u. für Kirchengeschichte an d. Faculté de théologie protestante (1820-1832).
GND: 116838892

 

Johann Friedrich Meckel

(1781-1833), bedeutendster Vertreter der gleichnamigen Gelehrtenfamilie in Halle, vervollständigte die vergleichend-anatomische Sammlung ebd. Seit 1805/06 Prof. für Anatomie ebd. Seine Lehre fußt auf zwei Gesetzen, die die vergleichende Anatomie bestimmen: das Gesetz der Mannigfaltigkeit und das der Reduktion. Die Vielzahl von Erscheinungen im Tierreich läßt sich auf funktionelle Analogien reduzieren. Veröffentlichungen: Handbuch der menschlichen Anatomie. Bd. 1-4. Halle und Berlin: Waisenhaus 1815-1820. System der vergleichenden Anatomie. Th. 1-5. Halle: Renger 1821-1833.
Normdaten (Person): GND: 116988665

 

Gustav Michel

Identität nicht ermittelt, im Protokoll der Sitzung vom 10. Juli 1828 als „Mediciner“ bezeichnet; seit Frühjahr 1828 hospes perpetuus (vgl. Protokoll, 17. April 1828), am 8. Jan. 1829 „von der Liste [...] ausgestrichen“, da ihn „der Verein nicht mehr gewaltig zu interessiren scheint“ (Protokoll; vgl. auch „Allgemeine Dispositionen“, Art. XIV).

 

Theodor Mittler

Leipzig ?? - 30. April 1848 Leipzig), ab 1835 o. Prof. der Geschichte in Zürich, Verfasser von: „De schismate in ecclesia romana sub pontif. Benedicti noni orto disputatio critica“ (1835).
GND kein Eintrag

 

Christian Möser

Geometer, Darmstadt (1813-?), 1834/35 Mitglied der „Gesellschaft der Menschenrechte“, wohnt August bis Oktober 1836 in Zürich Steingasse.

 

Johann Georg Müller

Kalbsmetzger; wegen Mitwisserschaft am Frankfurter Wachensturm im April 1833, wegen Falschaussage zugunsten von Christian Kriegk am 10. August 1833, wegen Mitgliedschaft in der Gesellschaft der Menschenrechte in Darmstadt ab April 1834 und wegen Fluchthilfe in vier Fällen am 25. August 1841 zu vier Jahren Zuchthaus verurteilt, aber am 26. Oktober amnestiert.

 

Georg Carl Neuner

(Darmstadt 24. Juni 1815 – 29. August 1882 Kiel); Sohn des Stabsarztes Georg Neuner; stud. jur. Heidelberg und Gießen.

 

Johann Caspar von Orelli

(Zürich 13. Februar 1787 – 3. Januar 1849), 1807 – 1813 Privatlehrer in Bergamo, dann 1819 Gymnasiallehrer in Chur, ab 1819 in Zürich, 1827 Dr. phil. in Basel, 1833 a.o. Professor für Philologie (Spezialgebiete antike und italienische Schriftsteller) an der Universität Zürich, Editor unter anderem der Werke von Platon (mit Johann Georg Baiter ), Lavater, Sallust.
GND kein Eintrag.

 

Jonathan Pfister

(Straßburg 12. September 1785 – 4. Februar 1851 ebd.); Okt. 1830 – Nov. 1849 Polizeikommissär des Straßburger „Canton Sud“.

 

Ludwig Friedrich Rauscher

(1807 – 1840), seit 1830 Pfarrer in St. Dié, Enkel Johann Friedrich Oberlins (und mit einer Enkelin von Oberlin verheiratet). Rauscher hatte 1827 Ehrenfried Stoeber bei einigen Recherchen zu dessen Oberlin-Biographie unterstützt (vgl. Brief Rauscher an Ehrenfried Stoeber, Paris, 3. Mai 1827; FLS). (Vgl. Bopp 1959, 426 und 594.) Edouard Reuss und Büchner besuchen Rauscher auf ihrer Vogesenwanderung im Juli 1833.

 

Friedrich Reichard

Friedrich Karl Reichardt (1812-1848), seit 1831 stud. theol. Straßburg.

 

Ludwig Christian Reuss

gest. 24. November 1831; seit 1789 verheiratet mit Margarete Salome Reuss, geb. Bauer; Bruder von Johann Georg Reuß, dem Vater von Büchners Mutter; Vater von Edouard Reuss, mit dem Büchner 1833 durch die Vogesen wandert.. Er ist, als Büchner 1831 nach Straßburg kommt, schwerkrank und stirbt am 24. November.

 

Johann Georg Reuß

(1757 - 1815),  Büchners Großvater mütterlicherseits, Sohn einer alteingesessenen hanau-lichtenbergischen Beamtenfamilie, bis 1793 Hofkammer- und Regierungsrat in Pirmasens, später Hospitalmeister in Hofheim bei Darmstadt; verheiratet mit Louise Philippine Reuß, geb. Hermani (1764 - 1846).

 

Louise Philippine Reuß

(1764-1864), Büchners Großmutter mütterlicherseits, verheiratet mit Johann Georg Reuß. Lebte später im Haus der Familie Büchner in Darmstadt. Vor seiner Flucht nach Frankreich im März 1835 wickelte Georg Büchner seine Korrespondenz mit Karl Karl Gutzkow über die Adresse seiner Großmutter ab.

 

Pauline Louise Reuss

1811–1836), jüngste Tochter der Margarete Reuss, Schwester von Edouard Reuss.

 

Lucien Rey

Elsässischer Journalist, Redakteur des “Journal Universel”, Verfasser einer Rede für das Hambacher Fest (1832).

 

Peter Joseph Ricker

(Villmar/Lahn 4.4.1804 – 5.10. 1834 Gießen); seit 1832 Buchhändler in Gießen; Teilnehmer d. Versammlung auf d. Badenburg Juli 1834.

 

Benedikt R. Rosenberg

Mitglied des Vorstandes der Gießener Lesegesellschaft (Prozeß 25, 357 ff.); Teilnehmer der Versammlung auf der Badenburg Juli 1834.

 

August Schaller

(1808-1877), seit 1823 eng mit den Brüdern Stoeber befreundet, in deren Haus nach 1826 Kost u. Logis (Walter 1943, 42 f.), 1824-1833 stud. theol. Straßburg; stattete der Eugenia am 12. Nov. 1829 seinen Abschiedsbesuch ab, um am folgenden Tag als „Hofmeister“ nach Florenz zu reisen; 1829-33 Hauslehrer der Familie Narischkin in Italien, legte am 11. Aug. 1833 seine Prüfung zum Kandidaten der Theologie und am 8. Nov. desselben Jahres die Prüfung zum Baccalaureus der Theologie ab; 1833-37 preuß. Gesandtschaftsprediger in Neapel, dann Pfarrer bzw. Konsistoriumspräsident in Markirch, Ingweiler u. Straßburg (B II, Nr. 4512). Mit Büchner über die mütterliche Linie (Reuss) verwandt (vgl. Franz/Hauschild, in:Katalog Darmstadt, Genealog. Beilage zu Nr. 33) 1987).

 

Heinrich Rudolf Schinz

(Zürich 30. März 1777 – 8. März 1861 ebenda); 1798 Dr. med. nach Studium in Würzburg und Jena; Rückkehr nach Zürich, dort 1804 Lehrer am medizinischen Institut, 1833 außerordentlicher Professor für Naturgeschichte; 1821 Mitglied der Leopoldina; 1845 der Société cuverienne; Übersetzer von Cuviers „Le règne animal“; Zoologe mit Spezialisierung bei Vögeln und Säugetieren. Im September 1836 Nebengutachter von Büchners Dissertation.

Normdaten (Person): GND 11727397X

 

Peter Schlemmer

Aus Speyer; stud. jur. in Gießen; wegen Beteiligung am Frankfurter Wachensturm 1833 inhaftiert, am 24. Februar 1834 aus der Haft entlassen; in loser Verbidung zu Büchners „Gesellschaft der Menschenrechte“.

 

Margareta Salome Schmidt

geb. Lichtenberger, Frau des in Straßburg verstorbenen Pfarrers Schmidt; Begleiterin von Wilhelmine Jaeglé auf ihrer Fahrt nach Zürich Februar 1837.

 

Julie Pauline Schmidt, geb. Strohl

(1820-1859), seit 1840 mit Prof. Charles Schmidt (1812–1895, Theologe, Historiker und Religionswissenschaftler) verheiratet; Verwandte von Wilhelmine Jaeglé, Mutter von der Erbin von deren Nachlass .

 

Hans Heinrich Schroth

(bzw. Jean Henri Schroth) Aus Dietzenbach stammender Einwanderer in Straßburg, Wirt des Gasthauses "Rebstock" in der Grand’rue 120; erstes Ziel und Treffpunkt deutscher Flüchtlinge; auch Büchner vertraut.

 

Gustav Schwab

(1792-1850), 1828-37 Redakteur „des poetischen Theils“ des „Morgenblatt für gebildete Stände“ (Estermann 1978, I, 360), literarischer Förderer der Brüder Stoeber und neben Ludwig Uhland deren dichterisches Vorbild;
Normdaten (Person): GND 118762745.

 

Johann Theodor Damian von Siebold

Theodor Damian von Siebold (Würzburg 14. August 1768 – 6. Dezember 1828 Darmstadt); Dr. med.; Arzt u. Geburtshelfer in Darmstadt; seit 1824 Direktor des Medizinaldirektoriums in Darmstadt, dem Büchners Vater als Medizinalrat angehörte.
Normdaten (Person): GND kein Eintrag.

 

Luise Dorothea Stoeber

Luise Dorothea Stoeber, geb. Küß (1784 – 1846), seit 1807 mit Daniel Ehrenfried St. verheiratet.

 

Adam Walter Strobel

(1792-1850), 1811 Lehrer an der prot. Schule Alt-St. Peter, 1830-1850 Lehrer am protestantischen Gymnasium in Straßburg; Ruf als bedeutender Historiker durch das Werk: Vaterländische Geschichte des Elsasses. Von den frühesten Zeiten bis zur Revolution 1789 nach Quellen bearbeitet, 6 Bde. Straßburg. Teil I-IV 1841-1849. Bd. V-VI von Dr. L.H. Engelhardt. - Vermutlich erwähnt in dem Brief von Edouard Reuss an August Stöber (vgl. LZ 1730)
Normdaten (Person): GND 117319368

 

Jean Daniel Strohl

geb. 1758, Lehrer, Großvater von Wilhelmine Jaeglé

 

Christian Emil Eduard Strohl

[Chrétien-Edouard-Emile] (Straßburg 14. Februar 1814 – 1894); stud. med. Straßburg; 1836 Armeechirurg; Cousin Wilhelmine Jaeglés, dem sie 1877 ihre Korrespondenz mit Büchner testamentarisch vermachte.

 

Friedrich von Tschudi

(1820-1886), Theologe, Schriftsteller, Politiker, zuletzt Erziehungsdirektor des Kantons St. Gallen. Vgl. Emil Bächler: Friedrich von Tschudi, St. Gallen 1947.
Normdaten (Person): GND 117432504

 

Reinhard Ludwig Venator

(Willstedt 21. Oktober 1799 – 03. Oktober 1862 Darmstadt); ab 1820 Kaufmann in Darmstadt, gründet 1829 die Handelslehranstalt, nach dem Tod seines Schwiegervaters Carl Ludwig Wittich (15.9.1771 – 28.5.1839) Geschäftsführer der Wittichschen Hofbuchdruckerei, 1844 in Zusammenarbeit mit dem Hofbuchhändler Gustav Jonhgaus (1807–1870) Gründer einer Filiale einer Prägeanstalt. (alle Angaben nach Stadtlexikon Darmstadt ; http://www.darmstadt-stadtlexikon.de/v/venator-reinhard-ludwig.html).

 

Eduard Verny

Ludwig Eduard Verny (1803-1854), seit 1828 stud. theol., 1830-1836 Direktor des Collège in Mülhausen, seit 1838 Pfarrer in Paris; am 8. Jan. 1829 zum „hospes perpetuus“ ernannt.

Franz Karl Weller

(Amöneburg 6.3.1811 – Nov. 1891 St. Pirminsberg/Schweiz); Sohn eines Syndikus; cand. jur. und ehemaliger Burschenschafter in Marburg; seit 1832 an allen Unternehmungen der Marburger Republikaner beteiligt, so auch an der zweiten Auflage des „Hessischen Landboten“; Anfang 1835 Verfasser des Artikels „Freiheit“ in der Fortsetzungsfolge des „Bauern-Conversationslexikons“; steckbrieflich verfolgt Mai 1835; April 1835 Flucht über Straßburg in die Schweiz, dort „Privat-Lehrer“ im Kanton Zürich, 1837 Bezirkslehrer in Liestal.

 

Wilhelm Wetzel

(?? - nach 1877), Schmiedemeister in Darmstadt, wegen Mitwisserschaft am Frankfurter Wachensturm April 1833, wegen Falschaussage zugunsten von Christian Kriegk am 10. August 1833, wegen Mitgliedschaft in der Gesellschaft der Menschenrechte in Darmstadt ab April 1834 und wegen Fluchthilfe in vier Fällen am 25. August 1841 zu viereinhalb Jahren Zuchthaus verurteilt, aber am 26. Oktober amnestiert. Wetzel war Besitzer eines Gartenhauses am Darmstädter Großen Woog, an dem die Mitglieder der Gesellschaft der Menschenrechte Schießübungen veranstalteten.

 

Philipp Carl Wilhelm Weyprecht

(1809 – 1835 Gießen), cand. med. in Gießen, Gründer eines meist aus Handwerkern bestehenden „Bürgervereins“ in Gießen mit dem Ziel des Drucks und der Verbreitung von Flugschriften; leitend beteiligt an der auch von Mitgliedern der „Gesellschaft der Menschenrechte“ projektierten Anschaffung einer Druckerpresse und der Gefangenenbefreiung in Friedberg (Herbst/Winter 1834/35).

 

Caroline Wieger, geb. Reuss

Tochter der Margarete Reuss, Schwester von Edouard Reuss, seit 1816 verheiratet mit dem Papierfabrikanten Louis-Henri Wieger.

 

Alexander Winther

(1812-1871), Sohn des Wundarztes Winther aus Offenbach (HP 1831, S. 99), seit 1831 Medizinstudium an der Universität Gießen, 1848 a.o., 1867 ordentlicher Professor der pathologischen Anatomie sowie der allgemeinen Pathologie und Therapie, Spezialist für Augenheilkunde.
Normdaten (Person): GND 117411310

 

Heinrich Arnold Anton Wulfes

(1803 - nach 1837), seit 1823 Stud. theol. in Halle, danach Hauslehrer in Würzburg, Berlin, Marienwerder und Danzig. Wulfes hatte Eduard Reuß im April 1826 in Halle bei Wegscheider kennengelernt. Wulfes war, wie auch Büchner und Reuß, Teilnehmer der Vogesenreise im Juni 1833.

 

Ernst Zimmermann

Ernst Christoph Philipp Zimmermann (Darmstadt 18. September 1786 – 24. Juni 1832 ebenda); evangelischer Theologe und Hofprediger in Darmstadt; Begründer der „Allgemeinen Kirchenzeitung“;
Normdaten (Person): GND 118856189

 

Friedrich Siegmund Jucho

Jucho war ab Ende 1833 wichtigster Ansprechpartner für die Gruppe um Friedrich Ludwig Weidig und dann auch für den „Oberhessischen Preßverein“. Er stellte für Weidig den Kontakt zu der Druckerei Carl Preller in Offenbach, in der die von Weidig verfassten Hefte des Leuchters und Beleuchters für Hessen und danach der Hessische Landbote gedruckt wurden. Nach Juchos Verhaftung im Herbst 1834 gelangte noch ein Blatt von Juchos "Bauernconversationslexikon" zu dem Mitherausgeber des "Hessischen Landboten", Leopold Eichelberg in Marburg, wurde dort aber von der Polizei noch vor der geplanten Drucklegung beschlagnahmt.

https://de.wikipedia.org/wiki/Friedrich_Siegmund_Jucho

Normdaten (Person): GND 117213179

Zuletzt bearbeitet: Juli 2017