Personenverzeichnis

 

Ludwig Amsler

(Landau 19.4. 1809 –  Ende der 1870er Jahre ?), Mitglied der Studentenverbindung "Eugenia", stud. theol., „in den letzten Octobertagen nach seiner Vaterstadt gezogen, wo er, für eine Zeitlang nur probeweise, als Lehrer in der untersten Klasse des dortigen College angestellt worden“ (Protokoll der "Eugenia", resümierender Eintrag vor Sitzung vom 3. Nov. 1831); 1831 – 1838 Gymn. Prof. in Weißenberg, dann (auch als Schuldirektor) an verschiedenen Orten. Büchners Freund Eugen Boeckel erwähnt Amsler in seinem Brief an Büchner vom 7. September 1832.

 

Ernst Moritz Arndt

(Schoritz/Rügen 26. Dezember 1769 – 29. Januar 1860 Bonn); 1806 Professor in Greifswald; Sekretär des Freiherrn von Stein; 1818 Professor in Bonn; 1826 nach längerer gerichtlicher Untersuchung wegen „demagogischer“ Tendenzen suspendiert; 1840 rehabilitiert; Mitglied der Paulskirche; populärer antinapoleonischer und deutsch-patriotischer Lyriker, Publizist und Historiker. 
Normdaten (Person): GND 118504118

 

Christian Bansa

(Gießen 1791 –1862); Dr. jur.; Hofgerichtsadvokat Gießen; 1837 verhaftet wegen Teilnahme an revolutionären Umtrieben und Fluchthilfe bei politischen Flüchtlingen, 5. November 1838 Verurteilung zu 4 Wochen Arrest, Berufung abgelehnt

 

Friederike Bauer

(1768–1848), die unverheiratete Schwester von Margarete Reuss, allgemein als „die Tante“ bezeichnet.

 

Joseph Alexius Baumann

(aus Frankfurt a. M.); stud. med. Tübingen; verhaftet wegen Teilnahme an der Tübinger Burschenschaft, 1835 Flüchtling in Straßburg; am 12. 12. 1836 in Tübingenin Abwesenheit zu zwei Jahren Festung verurteilt; erwähnt in Georg Feins Tagebuch.

 

Karl Bechtold

(Pirmasens 7. März 1762 – 6. Juli 1809 Schlacht bei Wagram), Vater von Büchners Bechtold-Verwandten in Darmstadt, Verfasser der „Kurzgefaßte[n] Gedanken über die von [Johann Heinrich] Campe in seiner Reisebeschreibung über die Hessen-Darmstädtische Staaten [...] gefällte Urtheile (Frankfurt a. M. 1789).

 

Carl von Bechtold

(Darmstadt 26. Januar 1791 – 2. Mai 1866 ebenda); ältester Sohn von Karl Bechtold (1762-1809) und dessen Ehefrau Caroline geborene Jäckel (1765-1823); ältester Bruder von Friedrich Georg von Bechtold; 1829 Major, 1833 im Darmstädter Kriegsministerium, 1841 Oberst, 1847 Generalmajor; 1848 Oberkommandierender über die Bundestruppen in der Freien Stadt Frankfurt; 
Normdaten (Person): GND 1023105284

 

Christian Friederich Ludwig von Bechtold

(Darmstadt 1798-1880); Sohn von Christian von Bechtold ; Bruder von Friedrich Georg von Bechtold; 1825 Premierlieutenant im Großherzoglichen Generalstab; später Oberst, dann Geralleutnant.

 

Ludwig von Bechtold

(Darmstadt 1803 – 1834 ebda.); jüngster Sohn von Karl Bechtold (1762-1809) und dessen Ehefrau Caroline geborene Jäckel (1765-1823); Bruder von Friedrich Georg von Bechtold; Akzessist.

 

Carl Christian Becker

(Frankfurt a. M. 13.7.1789 – 27.6.1863 ebd.); Dr.phil.; 1820 – 1828 Pfarrer in Hausen b. Frankfurt a. M.; 1828 – 1863 Pfarrer in Frankfurt a.M. (Heiliggeist- u. St. Nicolaikirche); zugleich Prediger u. Krankentröster am Senckenbergschen Stift; verwandt mit Ernst Büchner. Büchner übernachtete am 2. August 1834 bei dem Ehepaar Becker, nachdem er den Drucker Carl Preller in Offenbach gewarnt hatte. Vgl. Zeitleiste 1. bis 5. August.

 

Edouard de Billy

(Anvers 16. Mai 1802 – 1874 Périgny, Côte d'or ) Bergwerksingenieur (Direktor) und geologischer Kartograph; Mitglied der "Sociéte du muséum d’histoire naturelle de Strasbourg" seit 20. April 1836; anwesend bei Büchners Lesung vor der "Société" am 13. April 1836. GND: kein Eintrag

 

Charles Boeckel

(Gertwiller 20.3.1808 – 21.12.1893 Straßburg); Buchhändler u. Verleger in Straßburg; Bruder von Eugen Boeckel.

 

Théodore Boeckel

(Rothau 4. April 1802 – 6. September 1869 Bischheim); Sohn von Jonas Boeckel, Pfarrer an der Kirche St. Thomas; Bruder von Eugen Boeckel; seit 23. August 1826 verehiratet mit Sophie Henriette Frantz (1805-1845); ab 1829 Arzt im Straßburger Westbezirk, Armenarzt, Gründungsmitglied der „Société du Muséum d’histoire naturelle de Strasbourg“ (seit November 1828), wo er mit meteorologischen Beiträgen hervortrat, unterstützte Büchner gegenüber dem Straßburger Präfekten. In Büchners Briefen an die Eltern als Dr. Boeckel erwähnt.

 

Ludwig Johann Karl (Louis) Bogen

(Michelstadt 7. Juni 1809 – 1886 Neu-Ulm, Minnesota); 1825 – 1827 Pädagog Darmstadt; Studium in Gießen (1827–29), Bonn (1829/30), Gießen 1830/31; ab 20. Januar 1834 Hofgerichts-Sekretariats-Accessist in Darmstadt; Kenntnis des Wachensturms 1833; nach dreieinhalb Jahren Untersuchungshaft in Darmstadt verurteilt zu acht Jahren Zuchthaus (1838); am 7. Januar 1839 amnestiert; Emigration in die Schweiz, 1848 Rückkehr nach Michelstadt/Odenwald; Abgeordneter in der Paulskirche, dort in der Fraktion der Linken (“Deutscher Hof“); Angehöriger des Rumpfparlaments; Teilnahme am badischen Aufstand; hessischer Landtagsabgeordneter 1850 und 1851. Um 1854 Auswanderung nach Minnesota, USA.
Normdaten (Person): GND 116229675.

 

Bohemann

Der von Georg Fein erwähnte Bohemann agitierte als angeblich ehemaliger polnischer Offizier und Emissär französischer Republikaner 1832/1833 in Hessen und befand sich seit Frühjahr 1833 im schweizerischen Exil (vgl. Görisch/Mayer 63, 233, 288 f.).

 

Ferdinand Braun

Stud. med., 1835 deutscher Flüchtling in Straßburg (Hauschild 1993, S. 489).

 

Gustav Braunwald

(Straßburg 26. März 1818 – ?); Sohn von Sophie Braunwald, geb. Boeckel; Neffe von Eugen Boeckel

 

Sophie Braunwald

(Strasbourg 11.6.1797 – 31.3.1763 ebd.); älteste Schwester von Eugen Boeckel; seit 20. Mai 1817 verheiratet mit Emmanuel Braunwald (Strasbourg 20.12.1790 – 27.9.1864 ebd.), 1829-1864 Pastor der St.Thomas-Kirche in Straßburg.

 

Moritz Wilhelm August Breidenbach

(Offenbach 13. November 1796 – 2. April 1857 Darmstadt) hessischer Beamter, nach Jurastudium und Konversion zum christlichen Glauben (1829) Tätigkeit als Ministerialrat 1836 bis 1848; Verfasser der Mittheilungen über die gerichtlich abgewiesenen Klagen des Johann Conrad Kuhl zu Butzbach gegen [...] Staatsminister Freiherrn du Thil [...] (Darmstadt: Jonghaus 1844) mit einer Beurteilung von Johann Konrad Kuhls Denunziation der Landboten-Kuriere. Hldok 3.3.5. Breidenbach, Mitteilung über Kuhls Denunziation

Normdaten (Person): GND 10142471X

 

Ludwig Bricka

(Buchsweiler 5.1. 1807 – Straßburg 10. 11. 1828), stud. theol., nach 1826 Kost u. Logis im Haus Stoeber (vgl. Walter 1943, 43); „Unser theurer Bruder Bricka ist den 10 Nov. nach einer kurzen Krankheit ins bessere Seyn hinübergeschlummert; er wurde den 12ten von seinen academischen Freunden feyerlich begraben“ (Protokoll; resümierender Eintrag vor Sitzung vom 19. Nov. 1828; Protokollant Aug. Stoeber).
GND: kein Eintrag

 

Carl von Bruhn

(Herzhorn 16. März 1803 – 9. August 1877 Altona); stud. jur. in Kiel 1824; nach Tötung in einem Duell vier Monate Festungshaft; Studium der Mathematik in München; Unteroffizier in der preußischen Armee bis 1834; danach Aufenthalt in Rheinhessen; im Sommer 1835 zeitweise in Straßburg; Mitglied des „Bundes der Gerechten“und „Bundes der Geächteten“; 1841 in Abwesenheit zum Tode verurteilt; Mitwirkung an der Revolution 1848 in Frankfurt a.M. sowie im „Bund der Kommunisten“, später im „Allgemeinen deutschen Arbeiterverein“;
Normdaten (Person): GND 124753868.

 

Karl Buchner

(Darmstadt 12. Februar 1800 – 24. April 1872 Darmstadt); Besuch des Darmstädter Pädagog (bis 1817); Studium in Gießen; Mitglied der Gießener Schwarzen und der Burschenschaft Germania; 1819 bis 1821 Universität Heidelberg; anonyme „Ausführliche Darstellung von K. L. Sands letzten Tagen und Augenblicken“ (1820); 1823 bis 1831 Hofgerichtsadvokat in Darmstadt; danach Tätigkeit als politischer Publizist; 1835 bis 1837 Gegenstand einer „Untersuchung wegen unterlassner Anzeige […] hochverrätherischer Umtriebe“; Freund Friedrich Ludwig Weidigs, dessen „Reliquien“ er 1838 herausgibt; publiziert 1837 in „Literarische und Kritische Blätter der Börsen-Halle“ den von Wilhelm Schulz verfassten Büchner-Nekrolog;
Normdaten (Person): GND 116821914.

 

Carl Büchner

(1753 – 11. Februar 1835), Großvater Georg Büchners, Amts- und Stadtchirurg in Reinheim im Odenwald, später Großherzoglich-hessischer Physikatschirurg.

 

Carl Bunsen

(Frankfurt a. M. 1796 – 2. April 1839); prakt. Arzt in Frankfurt; eines der führenden Mitglieder der Frankfurter Union; im November 1834 verhaftet; im März 1836 u.a. wegen Beteiligung am Frakfurter Wachensturm und Versuch der Gefangenenbefreiung zu 4 Jahren Zuchthaus verurteilt; am 6. Juni 1838 freigelassen.

 

Georg Bunsen

geb. um 1795 in Frankfurt a.M.; Studium der Philosophie in Berlin unter J. G. Fichte, Freiwilliger im antinapoleonischen Krieg 1813; Gründer eines Erziehungsinsituts in Frankfurt a.M.; eines der führenden Mitglieder der Frankfurter Union; Flucht aus Deutschland 1834; Emigration nach Amerika (St. Louis); später superintendent of schools in St. Clair County, Illinois.

 

Gustav Bunsen

Frankfurt/Main 25. August 1804 – 27. Februar 1836 bei San Patricio, USA);  Dr. med., Teilnahme am polnischen Freiheitskampf 1830; führende Rolle beim Frankfurter Wachensturm, entkommt verwundet, und flieht – zusammen mit Neuhof, Adolf Berchelmann und Gustav Peter Körner nach Illinois (USA); stirbt 1837 bei der Teilnahme am Texanischen Krieg;
Normdaten (Person): GND 135705037

 

 

Christian von Buri

(Gießen 26.10.1796 – 17.2.1850 Lauterbach); Jurastudium in Gießen; Mitbegründer der „Deutschen Lesegesellschaft“; Mitglied der Gießener „Schwarzen“; Teilnahme am Wartburgfest 1817; im Zusammenhang mit dem Attentat Sands 1818 angeklagt, aber nicht verurteilt. 1823 als Advokat, 1825 als Hofgerichtsadvokat zugelassen; Freund von W.P.F. Vogt, dem Vater von Carl Vogt; 1835 bis 1837 Verteidiger von Friedrich Ludwig Weidig in dessen Hochverratsprozess;
Normdaten (Person): GND 135706394

 

Adolf Calmberg

Darmstadt 1837 – 1887; Literaturhistoriker, Dramatiker, Professor in Küsnacht; Mitinitiator der „Gedächtnisfeier für Georg Büchner auf dem Germaniahügel bei Zürich“ am 4. Juli 1875.
Normdaten (Person): GND 119190648

 

Ulrich Pultz v. Carlsen

(1773-1863), Karriere im hessisch-darmstädtischen Militärdienst, zuletzt Generalleutnant, seit 1801 verheiratet mit Friederike Jäckel, einer Nichte von Ludwig Christian Reuss.

 

Henri-Guillaume Carnari

(Barr 14. Juli 1803 – 4. August 1837 Straßburg); Notariatsschreiber; Propagandist für den utopischen Sozialismus Charles Fouriers (1772 – 1837) in Straßburg. Vgl. DESMARS Bernard, « Carnari (ou Carnary), Henri Guillaume », Dictionnaire biographique du fouriérisme, notice mise en ligne en janvier 2012: http://www.charlesfourier.fr/spip.php?article952 (consultée le 20 juillet 2017); erwähnt in einem Brief von Heinrich Küntzel an August Stöber.

 

Christian Eduard Caspari

(Klingenthal 18.11.1808 – Geudertheim 6.10.1877), Gymnasialfreund der Brüder Stoeber (vgl. Walter 1943, 232, Anm. 70), 1826-1831 stud. theol. Straßburg; am 28. April 1831, dem Abend vor seiner Abreise nach Markirch (Ste. Marie-aux-Mines), „zum hospes perpetuus“ ernannt; auch Mitglied der „Theologischen Gesellschaft“, seit 1826 Stud. theol. Straßburg, 1831-34 Lehrer in Markirch, dann Pfarrer bzw. Konsistoriumspräsident in Altweiler, Markirch u. Geudertheim (B II, Nr. 775).

 

Heinrich Ludwig Valentin Clotz

Pfarrer in Büchners Geburtsort Goddelau; Clotz verweigert mehrmals die Bitte um Ausstellung eines Geburtsscheines.

Ernst Dieffenbach

Johann Karl Ernst Dieffenbach (Gießen 27. Januar 1811 – 1. Oktober 1855 ebda.), stud. med in. Gießen; 1828 Mitglied der Burschenschaft Germania; der Mitwisserschaft am Wachensturm 1833 verdächtig; August 1833 Flucht nach Straßburg, Sommer 1834 nach Zürich; 1835 Dr. med. in Zürich; wegen politischer Aktivitäten August 1836 ausgewiesen. Emigration nach England, 1839 – 1841 Teilnahme an einer Expedition zur Erforschung Neuseelands; 1843 Gründungsmitglied der London Ethnological Society und Rückkehr nach Deutschland; 1849 Privatdozent, später Professor an der Universität Gießen;
Normdaten (Person): GND 116100192

 

Eduard Dietz

(1810 – nach 1854), stud. cameral., dann stud. med. Gießen, 1833 dort Beteiligung an Aufstandsplanungen, seit Herbst desselben Jahres flüchtig.

 

Heinrich Karl Dittmar

(1769-1839), Oberfinanzrat, mit seiner Ehefrau Friederike Caroline D., geb. Hegar (1781-1840), Eltern von Hermann Dittmar und Alexis Mustons Gastgeber in Darmstadt.

 

Louise Dittmar

Johanna Friederike Louise Dittmar (1807-1884), Tochter von Heinrich Karl Dittmar und Friederike Caroline D.

Duchesse de Berry

Berry, Marie-Caroline-Ferdinande-Louise de Bourbon, duchesse de B. (1798-1870). Am 4. Juni 1832 hatte die Herzogin zugunsten ihres Sohnes Henri in der Vendée einen gescheiterten Insurrektionsversuch gegen das Regime Louis-Philippes unternommen.

 

Gottfried Dürrbach

(1790-1870), seit 1831 Pfarrer an St. Nikolaus in Straßburg, Verfasser u.a. des epischen Gedichts „Rappoltstein“ (Zürich 1836).

 

Charles Henri/Karl Heinrich Ehrmann

(Straßburg 15. September 1792 – 19. Juni 1878 ebd.) seit 1826 Anatomieprofessor in Straßburg, Mitglied der “Société du muséum d’histoire naturelle” seit Dezember 1828 (Gründungsmitglied); Direktor des Straßburger Museums für Anatomie;
Normdaten (Person): GND 117497630

 

Maurice/Moritz Engelhardt

Christian Moritz Engelhardt (Straßburg 25. April 1775 – 10. Januar 1858 ebda.); elsässischer Verwaltungsbeamter und „chef du bureau de police à la mairie“ in Straßburg (1796 -1834); Journalist (z. B. Beiträger für die „Courrier du Bas Rhin“, das „Morgenblatt“); Fachmann auf den Gebieten der Archäologie und der Naturgeschichte; Mitglied der Straßburger „Société du Museum d’histoire naturelle“ seit 5. Juli 1831;
Literatur: “Dictionnaire de biographie des hommes célèbres de l‘Alsace“; ADB;
Normdaten (Person): GND 116489081

 

Karl Eduard Eichwald

(Mitau 4. Juli 1795 – 10. November 1876 St. Petersburg), 1814 Studium der Naturwissenschaft und Medizin in Berlin und Wien, 1821 Privatdozent in Dorpat, 1823 Prof. d. Zoologie, vergl. Anatomie u. Geburtshilfe an der Universität Kasan, seit 1827 ebenso an der Univ. Wilna; seit 1838 Prof. der Zoologie und Mineralogie in St. Petersburg. Mitglied der Leopoldina und der Göttinger Akademie der Wissenschaften.
Eichwald unternahm unternahm 1836 eine Reise in die Schweiz und nach Oberitalien. Sein Aufenthalt in Zürich, bei dem er auch Büchner kennenlernte, dauerte etwa vom 25. November bis in die erste Dezemberwoche.
Normdaten (Person): GND 116418273

 

Chrétien Maurice/Christian Moritz Engelhardt

Christian Moritz Engelhardt (Straßburg 25. April 1775 – 10. Januar 1858 ebda.); elsässischer Verwaltungsbeamter und „chef du bureau de police à la mairie“ in Straßburg (1796 - 1834); Journalist (Beiträger z. B. für den „Courrier du Bas Rhin“, das „Morgenblatt“); Fachmann auf den Gebieten der Archäologie und der Naturgeschichte; Mitglied der Straßburger „Société du Museum d’histoire naturelle“ seit 5. Juli 1831. Als sein Hauptwerk gilt: „Herrad von Landsperg, Aebtissin zu St. Odilien oder Hohenburg im Elsaß im 12. Jahrh., und ihr Werk Hortus deliciarum“ (1819).
Literatur: “Dictionnaire de biographie des hommes célèbres de l‘Alsace“; ADB; Normdaten (Person): GND 116489081

 

Eugen Erhardt

(1810 – 1875), cand. theol.; Studium in Berlin und Göttingen; Freund von Richard Lepsius; Teilnehmer der Vogesenwanderung vom Juli 1833, an der auch Büchner teilnahm; vgl. LZ 1590 Reuss, Erinnerungen, 1853; später Pfarrer in Neuhof bei Straßburg.

 

Karl Theodor Eschenbrenner

Karl Theodor E. (1809-1880), seit 1829 stud. theol.

 

Johannes Fallati

(1809-1855), 1828-32 stud. iur. in Tübingen, dann Heidelberg; Rechtsreferendariat in Stuttgart; Beiträge im „Morgenblatt“ (vgl. Estermann 1978, I, 390); ab 1841 Professor für Neuere Geschichte und Statistik an der Universität Tübingen; 1848 Abgeordneter in der Frankfurter Nationalversammlung. Fallati besucht im Juni 1832 August Stöber in Straßburg und trifft dort auch Georg Büchner. Eine nähere Bekanntschaft Büchners mit dem späteren Nationalökonom ist sonst nicht belegt. (Vgl. Hauschild 1993, 152.)
Normdaten (Person): GND 118831208

 

Antoine Laurent Apollinaire Fée

(Ardentes 7. November 1789 – 21. Mai 1874 Paris), bedeutender Botaniker, ab 1832 Professor in Straßburg und Direktor des Botanischen Gartens; nach 1870 Professor in Paris; Mitglied der Straßburger „Société du muséum d’histoire naturelle“ seit 15. April 1834;
Normdaten (Person): GND 116427310

 

Paul Follen(ius)

(Gießen 5. Mai 1799 – 3. Oktober 1844 Dutzin, Warren County, Missouri, USA); Bruder von Karl und Ludwig Adolf Follen , über seine Schwester Luise Schwager von Philipp Friedrich Vogt (1789–1861); Freund von Friedrich Ludwig Weidig; Mitglied der “Christlich-teutschen Burschenschaft“ (Gießener Schwarze); Mitbegründer des Gießener Leseklub; Mitglied der Burschenschaft "Germania" 1818/19; Hofgerichtsadvokat in Gießen (1823), in Päne zum Wachensturm (1833) eingeweiht; Gründer – mit Friedrich Münch (Pfarrer in Niedergemünden) und Christian von Buri – der Gießener Auswanderungsgesellschaft (1833); gemeinsam mit Münch Auswanderung in die USA (1834);
Normdaten (Person): GND 120152584.

 

Johann Christoph Freyeisen

(Frankfurt-Sachsenhausen 1. März 1803 – 24. April 1849 Frankfurt a.M.); 1822 Medizinstudent in Heidelberg und Mitglied der Burschenschaft, ab 1827 Musikkritiker und politischer Journalist; leitendes Mitglied der Frankfurter „Union“ neben Wilhelm Sauerwein und Friedrich Funck; Verbüßung einer Haftstrafe in Frankfurt (1833), im Frühjahr 1834 steckbrieflich verfolgt und Flucht in die Schweiz, wo er bis 1848 als Musiklehrer in Bern arbeitet; Autor des Buches Die beiden Friedericken in Sesenheim. Wahrheit und Dichtung (Zürich: Geyser & Comp. 1838, S. 152), in dem er auf Büchners Lenz-Projekt hinweist;
Normdaten (Person): GND 104260084

 

Johann Philipp Friebel

(um 1796 – ?), Schuhmachermeister aus Frankfurt a. M., der Teilnahme am Wachensturm beschuldigt, seit März 1834 flüchtig (Ilse, Anhang II, S. X; Görisch/Mayer 1982, 230); im Frühjahr 1835 in Straßburg.

 

Friedrich Funck

(Frankfurt a.M. 10. Februar 1804 – 15. Februar 1857 ebda.); Sohn eines Lohnkutschers; 1821 Studium der Theologie in Heidelberg; Mitglied der Burschenschaft; 1823 Studium in Jena; 1828 theolog. Examen in Fankfurt; nach verschiedenen oppositionellen Schriften faktisch mit Berufsverbot belegt; Herausgeber von Zeitschriften (u.a. "Volkshalle", "Eulenspiegel"), in denen er für Volkssouveränität und eine deutsche Republik eintritt; Teilnehmer am Hambacher Fest; am 12. November 1832 Inhaftierung und Gefängnisstrafe (bis 26. September 1833); danach gemeinsam mit Johann Christoph Freyeisen und Carl Bunsen führendes Mitglied der “Frankfurter Union“ und Mitarbeit am "Bauern-Conversations-Lexikon"; am 8. März 1834 verhaftet und später zu drei Jahren Zuchthaus verurteilt (bis 1840);
Normdaten (Person): GND 116872306

 

Friedrich Gebhard

Handelsdiener in Darmstadt, aus Ober-Ingelheim, Verbreitung revolutionärer Schriften, flüchtig, steckbrieflich verfolgt; vmtl mit dem bei Georg Fein als „Commis“ von Carl Preller genannten Gebhard identisch.

 

Georg Gottfried Gervinus

(1805-1871), aus Darmstadt gebürtiger nationalliberaler Historiker und Literaturhistoriker, 1830-35 Privatdozent für Geschichte in Heidelberg. Alexis Muston hatte ihn während seiner Forschungsreise durch Württemberg 1832 in Heidelberg aufgesucht.
Normdaten (Person): GND 118538918

 

Charles Grenier

(Besançon 4. November 1808 – 9. November 1875 ebd.); stud. med. Straßburg; 1836 Promotion mit einer Arbeit über die Blasenentzündung („Essai sur la cystité“); anschließend Professor für Naturgeschichte an der Ecole de médecine Besançon.

 

Amalie Gutzkow, geb. Klönne

(15. Juni 1817 – 22. April 1848 Frankfurt), geb. Klönne, verheiratet mit Karl Gutzkow ab 18. Juli 1836. Amalies Mutter. Anna Elisabeth Klönne, war in zweiter Ehe verheiratet mit Georg Friedrich Freinsheim (1774–1850), dem schwedischen Generalkonsul in Frankfurt a. M.

 

Philippe-Jacques Hatt

(Straßburg 1787 –1862 ebd.); Inhaber der „Brasserie de l’Esperance“ in Strasbourg, rue des Veaux No. 17; Gründer des „Syndicat des brasseurs de Strasbourg; Georg Fein nennt ihn einen "Republikaner". vgl LZ 3700.

 

Louis Emile Hecht

(1802 – 1. August 1856); Apotheker, 1842 – 1847 professeur agrégé an der “Ecole de pharmacie”; Mitglied im Verwaltungsrat des "musée d’histoire naturelle"; Mitglied der “Société du musée” seit 26. März 1829.

 

Oswald Heer

(Niederuzwil 31. August 1809 – 27. September 1883 Lausanne), Paläontologe, Botaniker und Entomologe; 1828 – 1831 Studium der Theologie in Halle/Saale; ab 1834 in Zürich, zunächst als Privatdozent für Botanik und Leiter des Botanischen Gartens, 1835 außerordentlicher, 1852 ordentlicher Professor für Botanik und Entomologie; international bekannter Paläontologe mit Kontakten zu Charles Darwin, dessen Evolutionstheorie er jedoch aus theologischen Gründen nicht akzeptierte. Im September 1836 Nebengutachter von Büchners Dissertation.
Normdaten (Person): GND 11656508X

 

Ernst Wilhelm Heim

(1780-1857) seit 1832 Kreisrat von Großgerau (vgl. Büttner 1969, S. 263)

 

Karl Theophil Held

(Weißenburg 16. März 1813 - 24. März 1879); Dr. med.; am 17. November und 8. Dezember 1831 gemeinsam mit Büchner einer der „hospites“ der Straßburger Studentenverbindung Eugenia; ab 1839 „professeur agrégé“ an der medizinischen Fakultät in Straßburg;
GND: kein Eintrag.

 

Jean Louis Alexandre/Johann Ludwig Alexander Herrenschneider

(Gaugrehweiler, Pfalz 23. März 1760 –29. Januar 1843 Straßburg); Mathematiker, Physiker, Astronom und Meteorologe; während der Jakobinerherrschaft kurzzeitig verfolgt; Freund Johann Friedrich Oberlins; Ehrenprofessor der naturwissenschaftlichen Fakultät; Mitglied des Konsistoriums des theologischen Seminars (Stift St. Thomas) seit 1816; Mitglied der "sociéte du muséum d’histoire naturelle de Strasbourg" seit 15. Oktober 1833;
Normdaten (Person): GND 11752042X

 

Amand-Constant Hervé

(Straßburg 28. September 1789 – 22. August 1861); Chef d’escadron d’artillerie; assoziiertes Mitglied der “Société du muséum d’histoire naturelle“ seit 18. März 1834; Chemiker.

 

Ferdinand Friedrich Heß

(Marburg 1800 – 23. August 1891 Baltimore); stud. med. Marburg 1817; Dr. med. Marburg 1823; Privatdozent für Tierarzneikunde in Marburg 1825; anwesend auf dem Gründungstreffen des „Oberhessichen Preßvereins“ auf der Badenburg; flüchtig seit 22. Mai 1835; steckbrieflich verfolgt ab 30. Juni 1835; Auswanderung in die USA.

 

Carl Heuser

(Karlsruhe 13. September 1808 – Mannheim nach 1840); zusammen mit Carl Preller übernimmt Heuser 1832 die Bredesche Druckerei in Offenbach und wird Offenbacher Ortsbürger. Im Sommer 1834 – vermutlich noch vor dem Druck des Hessischen Landboten – wird er Angestellter in dem Darmstädter Verlag von Prellers Schwiegervater Carl Wilhelm Leske. In Darmstadt ist Heuser im Herbst 1834 beteiligt an den Bemühungen der Darmstädter „Gesellschaft der Menschenrechte“ um die Anschaffung einer Druckerpresse ( Die Gesellschaft der Menschenrechte in Darmstadt); August 1838 steckbrieflich verfolgt wegen „Verbreitung revolutionärer Schriften“. Vgl. Fritz, S. 16.

 

Jean Louis Himly

(Straßburg 7. August 1789 – 14. März 1862); Sohn des Tabakfabrikanten Philipp Jakob H. und dessen Ehefrau Maria Magdalena, geb. Walther; 1819 – 1846 Prof. am protestantischen Gymnasium in Straßburg, seit 1819 Pfarrer der Saint-Nicolas-Gemeinde; heiratete am 25. Mai 1817 Julie Auguste Reuss (1793–1873). (NDBA)

 

Julie Auguste Himly

Tochter der Margarete Reuss, Schwester von Edouard Reuss, seit 1817 verheiratet mit Jean Louis Himly

 

Louis Auguste Himly

(Straßburg 28. März 1823 - Sèvres 7. Oktober 1906); Sohn von Jean Louis u. Julie Auguste Himly; Studium in Straßburg, Berlin, Paris und Göttingen; seit 1863 ord. Prof. an der Sorbonne; Historiker.

 

Johann Wilhelm Hoffmann

(1808-1871), seit 1828 Studium am Straßburger protestantischen Seminar, 1831 an der theol. Fakultät, häufig Gast der „Eugenia“, 1834-35 Hauslehrer in Frankfurt a.M., 1839 in St. Peter und cand. theol., 1841 Bacc. theol. und Vikar in Neuweiler, 1847-57 Pfarrer in Bière (Waadtland), dort abgesetzt, 1859 Vikar in Hangweiler, 1861 in Keskastel, 1861 in Berg, 1862 in Oberhofen, 1865-70 Pfarrer in Altweier (Aubure).

 

Hoffmann aus Coblenz

Bei dem von Georg Fein genannten Hoffmann aus Coblenz handelt es sich vermutlich um den in einem Brief der Staatsanwaltschaft von Altkirch (4. Okt. 1836) als Befürworter von Gütergemeinschaft und Tyrannenmord erwähnten August Hoffmann (vgl. Grandjonc 134).

 

Johann Wilhelm Hoffmann

(1808-1871), seit 1828 Studium am Straßburger protestantischen Seminar, 1831 an der theol. Fakultät, häufig Gast der „Eugenia,“ 1834-35 Hauslehrer in Frankfurt a.M., 1839 in St. Peter und cand. theol., 1841 Bacc. theol. und Vikar in Neuweiler, 1847-57 Pfarrer in Bière (Waadtland), dort abgesetzt, 1859 Vikar in Hangweiler, 1861 in Keskastel, 1861 in Berg, 1862 in Oberhofen, 1865-70 Pfarrer in Altweier (Aubure).

 

Horning

die Theologiestudenten Friedrich Theodor (1809-1882) und Gustav Adolph Wilhelm H. (1811-1880).

 

Franz Horning

Franz Friedrich Nathanael Horning (1774-1839) und Eleonore H., geb. Brida (1786-1868) sind die Eltern der beiden „Eugeniden“ Friedrich und Gustav Horning.

 

Jean Philippe Hornus

Bei dem bei Georg Fein genannten Hornus handelt es sich mglw. um Jean Philippe Hornus, ein Mitglied der Straßburger „Société des Amis du peuple“ und des „Cercle patriotique“ (vgl. Ponteil 273, 941).

 

Johann Jakob Hottinger

(18. Mai 1783 – 1860), Prof in Zürich, Historiker, Biographie in: Neujahrsblatt. Zürcherische Hülfsgesellschaft 1861.
GND: kein Eintrag

 

Carl Bernhard Hundeshagen

(Friedewald b.Herfeld 30. Januar 1810 – 2. Juni 1872 Bonn), 1826 stud. theol. Gießen. Als Sprecher der Burschenschaft Juni 1828 relegiert, April 1829 begnadigt, Studium in Halle, Herbst 1831 Promotion und Habilitation in Gießen, nach "revolutionären Umtrieben in Gießen" Flucht April 1833, steckbrieflich verfolgt 23. Dezember 1833, Oktober 1834 bis 1847 ao. Professor der Theologie in Bern, ab 1847 Prof. in Heidelberg.

Normdaten (Person): GND 10029569X

Zuletzt bearbeitet: Januar 2017

 

Joël Jacoby

(Königsberg 1807 – 1863); Journalist und Schriftsteller; u. a.: Klagen eines Juden, Mannheim 1837; Gutzkow zufolge zeitweise preußischer politischer Agent; anwesend bei der ersten Lesung von Danton’s Tod in Frankfurt a. M. (vgl. LZ 3480);
Normdaten (Person): GND 104157097.

 

Louis-Theodore Jaeglé

(Straßburg 3. August 1812 – 6. Februar 1856), Bruder von Wilhelmine Jaeglé .

 

Margareta Salome Jaeglé, geb. Strohl

(Nonnenweier/Breisgau 7. Oktober 1783  - 3. November 1828 Straßburg), Tochter des Lehrers Jean Daniel Strohl; ab 1806 verheiratet mit Johann Jakob Jaeglé , Mutter von Wilhelmine Jaeglé, Büchners Verlobter.

 

Hubert Janitschek

(Troppau 30. Oktober 1846–21. Juni 1893 Leipzig); bedeutender östereichischer Kunsthistoriker, 1879 a.o. Professor in Prag. 1881 Professor an der Universität Straßburg; 1891 Professor an der Universität Leipzig; Lehrer u.a. von Georg Dehio und Aby Warburg; Briefwechsel mit Karl Emil Franzos über Wilhelmine Jaeglés Nachlass; Normdaten (Person): GND 117078654

 

Christian Kahlert

Färber und Sohn eines Färbermeisters in Darmstadt, Studium in Gießen, zusammen mit Christian Kriegk der Mitwisserschaft am Wachensturm beschuldigt, seit April 1834 Mitglied der Gesellschaft der Menschenrechte in Darmstadt, im Herbst 1834 beteiligt am projektierten Ankauf einer Druckerpresse,  flieht noch vor März 1835 aus Darmstadt, emigriert nach Amerika, wo er im "Freiheitskampf von Texas" mitkämpft, aber bald danach stirbt (vgl. Ludwig Büchner, 1850). Verbindung zu Valentin Kalbfleisch, der eine Zeitlang bei Kahlerts Vater arbeitete. 

 

Friedrich Kirschleger

(Münster/Elsass 7. Januar 1804 – 15. November 1869 Straßburg); Dr. med.; 1835 Professor für Naturgeschichte an der Straßburger Pharmazieschule; Botaniker, Experte speziell für die Flora des Elsass; Mitglied der "Sociéte du muséum d’histoire naturelle de Strasbourg" seit 7. Juli 1835; anwesend bei Büchners Lesung aus dem Mémoire am 13. April 1836:
ADB; Normdaten (Person): GND 116189231.

 

Gustav Peter Körner

(Frankfurt/Main 10. November 1809 – 9. April 1896 Belleville, Ill., USA); stud. jur. Jena, München, Heidelberg; Dr. jur., Advokat in Frankfurt, Deputierter der Münchener Burschenschaft auf dem Frankfurter Burschentag; neben Gustav Bunsen führende Rolle beim Frankfurter Wachensturm 1833; danach Emigration in die USA; später Abgeordneter und Mitglied des obersten Gerichts von Illinois;
Normdaten (Person): GND 116297204

 

Ernst Ludwig Koseritz

(1805–1838), württembergischer Leutnant, der zeitgleich mit dem Frankfurter Wachensturm im April 1833 einen Aufstand der württembergischen Armee hatte initiieren wollen; er wurde »im März 1835 [...] zum Tode verurtheilt«. Im »Niederrheinischen Kuriers«/»Courrier du Bas-Rhin« Nr. 68 vom 20. März wurde er als „erschossen“ gemeldet, und auch die Straßburger Emigranten nahmen an, das Urteil sei vollstrckt worden. Tatsächlich wurde er »am 24. April im Augenblicke, als die Execution vollzogen werden sollte, begnadigt« und nach Amerika ausgewiesen (Wigand 1848, VII, 666, Art. »Koseritz«).

 

Johannes Kraus/Krauss

(Butzbach 1807 – 1868 ebd.); Schreinermeister; Bürgermeister von Butzbach 1849 – 1852. Veranlasst durch eine absichtlich irreführende anonyme Anzeige aus dem Weidig-Kreis durchsuchte eine Polizeitruppe, geführt von Büchners Vetter Friedrich Georg von Bechtold, das Haus von Schreinermeister Kraus auf der Suche nach einer geheimen Presse. Vermutlich der Weidigschüler Carl Flach verfasste dazu das dann weit verbreitete Spottlied Herr Du-Thil mit der Eisenstirn (LZ 1895). Büchner berichtete im Brief an die Eltern vom 2. Juli 1834 über diesen Vorfall. 2. Juli 1834. An die Eltern in Darmstadt

 

Gustav Adolph Kreiss

 

Friederich Küss

(Buchsweiler 20. August 1805 - 1. Oktober 1862 Sennheim); seit 1821 stud. theol., Mitglied der Straßburger Verbindung „Constantia“ (vgl. Bopp 1934, S. 195), 1825 Lehrer in Straßburg, 1829 in London, später in Buchsweiler und in Mühlhausen; Onkel von August und Adolph Stöber (vgl. Walter 1943, S. 8).

 

Luise Dorothea Küss

(Rheinbischofsheim 2. März 1784 – 25. Januar 1846 Mühlhausen); Ehefrau von Daniel Ehrenfried Stöber;  Mutter von Büchenrs Freunden  August und Adolph Stöber.

 

Emil Kuh

(Wien 13. Dezember 1828 – 30. Dezember 1876 Meran); österreichischer Journalist und Schriftsteller; enger Freund Friedrich Hebbels und Herausgeber von dessen Werken (1865 – 1867);
Normdaten (Person): GND 118943774

 

Karl Wilhelm Kurz

erwähnt von Georg Fein; vmtl. Karl Wilhelm Walrad Kurtz (1792-1875), seit 1824 Pfarrer in Lingolsheim.

 

Hugues Félicité Robert de Lamennais

(Saint Malo 19. Juni 1782 – 17. Februar 1854 Paris) ; 1816 Priesterweihe; 1830 Gründung der Zeitschrift "L’Avenir". Lamennais leitete die gesellschaftliche Gleichstellung der Menschen aus dem Neuen Testament ab, propagierte die Staatsform der Republik und zugleich eine Erneuerung der katholischen Kirche und eine Erneuerung des Papsttums. 1834 wurde er für seine wirkungsmächtige Schrift Paroles d’un croyant mit dem Kirchenbann belegt. An einer Übersetzung dieser Schrift, der Worte eines Gläubigen, arbeiteten um 1834 gleichzeitig - neben anderen - Ludwig Börne in Paris, Daniel Ehrenfried Stöber in Straßburg und Friedrich Ludwig Weidig in Oberhessen;
Normdaten (Person): GND: 118568930.

 

Ludwig Lang

(Lengfeld 1812 – 1881 Gießen); stud. forest. Gießen; Mitglied d. „Germania“ u. d. „Palatia“; am 6. März 1834 gegen ‚juratorische Kaution’ auf freien Fuß gesetzt; am 21. Mai 1835 in Georg Feins Tagebuch zusammen mit Hermann Wiener als „so eben aus Deutschland angekommen“verzeichnet.

 

Charles Langlois

(23. Juni 1800 – 1880); Mitglied der Straßburger „Société du muséum d’histoire naturelle“; Professor in den Militärkrankenhäusern von Straßburg und Metz; später leitender Pharmazeut im Hôpital des Invalides in Paris.

 

Georg Lauteschläger

(Darmstadt 6. September 1792 – 8. Januar 1864 ebd.); Besuch des Darmstädter Pädagogs 1800 – 1809; Studium der Theologie und Mathematik in Gießen, dann Göttingen; 1822 Dr. phil in Gießen; 1823 Lehrer für Geschichte, Mathematik und Physik in Darmstadt. Autorschaft: Die Einfälle der Normänner in Teutschland (1826); Schulschriften zu Mathematik;
GND: kein Eintrag.

 

Frédéric Lauth

Dr. med.; Mitglied des Verwaltungsrats des “Museum d’histoire naturelle”; Mitglied der "sociéte du muséum d’histoire naturelle de Strasbourg" seit 2. März 1830;
GND: kein Eintrag

 

Heinrich Leo

(Rudolstadt 17. März 1799 – 24 April 1878 Berlin); preußischer Historiker; Anhänger von Jahn und der Schwarzen unter Karl Follen; später zunehmend ultrakonservativ; Studium u. a. bei Hegel in Berlin, wo er vmtl. Karl Gutzkow kennenlernt, der ihn in seinen Erinnerungen erwähnt;
Normdaten (Person): GND 118571729.

 

Carl Edmund Lepsius

(1805-1873), Bruder von Karl Richard Lepsius
Normdaten (Person): GND: 136657664

 

Carl Peter Lepsius

(Naumburg 25. Juni 1775 – 23. April 1853), „Altertumswissenschaftler, Historiker, Schriftsteller, Beamter, Bürgermeister und Landrat“ (Wikipedia); Vater von Karl Richard Lepsius.
Normdaten (Person): GND: 116945885

 

Dominique-Auguste Lereboullet

(Epinal 9. September 1804 – 7. Oktober 1865 Straßburg), Arzt und Zoologe, wird nach Duvernoys Berufung nach Paris dessen Nachfolger auf der Professur und später Dekan der naturwissenschaftlichen Fakultät in Straßburg; 1836 Sekretär der Straßburger „Société du muséum d’histoire naturelle“ und als solcher im Frühjahr 1836 Protokollant für Büchners Mémoire;
Normdaten (Person): GND nicht verzeichnet.

 

Carl Wilhelm Leske

(Leipzig 30. März 1784 – 13. November 1837 Darmstadt); Gründer der Hofbuchhandlung von C. W. Leske“ (1821); verlegt u.a. bis Ende 1833 die dann verbotenen liberalen Zeitungen „Beobachter in Hessen bei Rhein“ und „Das Neue Hessische Volksblatt“; Schwiegervater von Carl Preller.

 

Ludwig Lessing

(Freienwalde bei Berlin 3. November 1812 – 2./4. November 1835 Zürich); inhaftiert in Berlin wegen politischer „Umtriebe“; Student 1834 in Bern; Spion und agent provocateur im preußischen Auftrag; im Sihlhölzli bei Zürich ermordet, vermutlich von Mitgliedern des Schweizerischen Jungen Deutschland. Der Mord hatte die Intervention ausländischer Mächte und schließlich am 11. August 1836 das Fremdenkonklusum der Tagsatzung zur Folge. Ermittelt wurde - jedoch ohne Ergebnis - gegen den auch von Büchner im Brief von Anfang Juni 1836 erwähnten Zacharias Aldinger. Anfang Juni 1836. An die Eltern in Darmstadt

 

Wilhelm Liebknecht

(Gießen 19. März 1826 – 7. August 1900 Charlottenburg); Gymnasium in Gießen (bis 1842); Studium in Gießen, Berlin, Marburg (bis 1847); Teilnahme an der badischen Revolution 1849; Exil und Annäherung an Karl Marx bis 1863; danach eines der führenden Mitglieder der Parteien, die zur Gründung der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (1890) führten. - Aus teils persönlichen, teils politischen Gründen hielt Liebknecht es für wichtig, die Erinnerung an Georg Büchner und Friedrich Ludwig Weidig auch nach 1870 wachzuhalten. Er war als Vetter zweiten Grades verwandt mit Weidig, und seine zweite Frau war eine Tochter des Paulskirchenpräsidenten Theodor Reh und einer Schwester Weidigs (Caroline Reh, geb. Weidig). So veröffentlichte Liebknecht in den erstenNummern der von ihm herausgegebenen Zeitung „Die neue Welt“ 1876 eine Kurzbiographie Weidigs. Außerdem war Liebknecht 1844/45 gemeinsam mit Ludwig und Alexander Büchner Mitglied in der Gießener Burschenschaft „Allemannia“ gewesen und später stand er Ludwig Büchner u.a. durch die gemeinsam betriebene Gründung des „Freidenker-Verbandes“ (1882) nahe. So druckte Liebknecht Ludwig Büchners Einleitung zu Georg Büchners Nachgelassenen Schriften (LZ-4260 Ludwig Büchner, Biographische Darstellung) 1876 an prominenter Stelle in mehreren Heften der „Neuen Welt“ ab; 
Normdaten (Person): GND 118572768.

 

Karl Jakob Löwig

(Kreuznach 17.3.1803 – 27.3.1890 Breslau), bedeutender Vertreter der organischen Chemie; Schüler von Leopold Gmelin; zunächst Professor in Heidelberg, dann ab 1836 in Zürich, ab 1853 in Breslau. Nebengutachter für Büchners Dissertation in Zürich.
Normdaten (Person): GND 117189812

 

Alexander Lubanski

Freischärler beim polnischen Aufstand 1830; seit Winter 1831/32 in Oberhessen; Sommersemester 1832 stud. med. in Gießen; Mitglied der Burschenschaft Germania; Mitwirkung am Frankfurter Wachensturm, wo er vermutlich einen Wachposten und einen Gefangenen ersticht; Flucht nach Frankreich; später Arzt in Nizza.

 

Heinrich Luden

(Loxstedt, Hannover 10. April 1780 – 23. Mai 1847 Jena); Sohn eines Bauern; stud. theol Göttingen (1799); Bekanntschaft mit dem Historiker Johannes von Müller; 1806 a.o. Professor in Jena; 1810 ordentlicher Professor; Autorschaft: Allgemeine Geschichte der Völker und Staaten (3 Bde., 1810 – 1822); Allgemeine Geschichte der Völker und Staaten des Althertums (Jena 1814, 2. Aufl. 1819), Geschichte des teutschen Volkes (12 Bde., 1825 - 1837). Luden war wie Lorenz Oken einer der „politischen Professoren“ Jenas mit bedeutendem Einfluss auf die Urburschenschaft und das Wartburgfest. In seinen Vorlesungen trat er für das Prinzip der Volkssouveränität ein. Büchner zitiert eine Stelle aus Ludens Allgemeine Geschichte der Völker und Staaten des Althertums in seiner Kato-Rede (Schülerschriften);
Normdaten (Person): GND 118822543

 

Daniel Mahr

Gehilfe bei einem Bleichgartenbesitzer in Darmstadt, Mitglied der Gesellschaft der Menschenrechte in Darmstadt, später des »Bundes der Geächteten«.
Normdaten GND: kein Eintrag

 

Georg Marguth

(Butzbach 23. September 1813 – 3. März 1897 ebda); Schreinergeselle und Instrumentenmacher, Schüler Weidigs und aktiv bei der Fluchthilfe. Wegen Fluchthilfe und Meineids am 5. November 1838 zu 14 Monaten Zuchthaus verurteilt, am 7. Januar 1839 amnestiert. Auswanderung in die USA; Mitarbeiter bei Heinrich Steinweg/Steinway; 1859 Rückkehr nach Butzbach;
Normdaten GND: kein Eintrag

 

Jakob Matter

(Alteckendorf 31. Mai 1791 – 22. Juni 1864 Straßburg); Theologe; Prof. für Philosophie am Séminaire protestant Strasbourg (1820-1843) u. für Kirchengeschichte an der Faculté de théologie protestante (1820-1832).
GND: 116838892

 

Friedrich Matthisson

(Hohendodeleben/Magdeburg 23. Januar 1761 – Wörlitz/Dessau 12. März 1831); Lyriker in der Nachfolge Klopstocks und des Göttinger Hain; zeitweise aufgrund der „sanften Schwermut“ (Schiller) seiner Gedichte sehr beliebt; nach 1800 meist als trivial abgetan. In den Gedichten, die der Schüler Büchner verfasste (Schülerschriften) haben Büchnerforscher den Einfluss Matthissons festgestellt.
Normdaten (Person): GND 118731890.

 

Johann Friedrich Meckel

(Halle 17. Oktober 1781 - 31. Oktober 1833 Halle), bedeutendster Vertreter der gleichnamigen Gelehrtenfamilie in Halle, vervollständigte die vergleichend-anatomische Sammlung ebd. Seit 1805/06 Prof. für Anatomie ebd. Seine Lehre fußt auf zwei Gesetzen, die die vergleichende Anatomie bestimmen: das Gesetz der Mannigfaltigkeit und das der Reduktion. Die Vielzahl von Erscheinungen im Tierreich läßt sich auf funktionelle Analogien reduzieren. Veröffentlichungen u.a.: Handbuch der menschlichen Anatomie, Bd. 1-4, Halle und Berlin: Waisenhaus 1815-1820; System der vergleichenden Anatomie, Th. 1-5, Halle: Renger 1821-1833. Dieses Werk ist eiine wichtige Quelle für Büchners Mémoire.
Normdaten (Person): GND: 116988665

 

Gustav Michel

Identität nicht ermittelt, im Protokoll der Sitzung vom 10. Juli 1828 als „Mediciner“ bezeichnet; seit Frühjahr 1828 hospes perpetuus (vgl. Protokoll, 17. April 1828), am 8. Jan. 1829 „von der Liste [...] ausgestrichen“, da ihn „der Verein nicht mehr gewaltig zu interessiren scheint“ (Protokoll; vgl. auch „Allgemeine Dispositionen“, Art. XIV).

 

Ludwig Minnigerode

(Alsfeld 15. Februar 1771 – 8. September 1839 Darmstadt); Direktor des Hofgerichts der Provinz Starkenburg (1825); 1828 Präsident des Hofgerichts; 1834 nach Verhaftung seines Sohnes Karl Minnigerode mit Exemplaren des Hessischen Landboten in der Ruhestand versetzt;
Normdaten (Person): GND 117048437.

 

Theodor Mittler

Leipzig ?? - 30. April 1848 Leipzig), ab 1835 o. Prof. der Geschichte in Zürich, Verfasser von: „De schismate in ecclesia romana sub pontif. Benedicti noni orto disputatio critica“ (1835).
GND kein Eintrag

 

Christian Möser

Geometer, Darmstadt (1813-?), 1834/35 Mitglied der „Gesellschaft der Menschenrechte“, wohnt August bis Oktober 1836 in Zürich Steingasse.

 

Johann Georg Müller

Kalbsmetzger; wegen Mitwisserschaft am Frankfurter Wachensturm im April 1833, wegen Falschaussage zugunsten von Christian Kriegk am 10. August 1833, wegen Mitgliedschaft in der Gesellschaft der Menschenrechte in Darmstadt ab April 1834 und wegen Fluchthilfe in vier Fällen am 25. August 1841 zu vier Jahren Zuchthaus verurteilt, aber am 26. Oktober amnestiert.

 

Münch

"Directeur de l'école industrielle municipale"; Mitglied der Straßburger "Société du muséum d'histoire naturelle" seit 20. Januar 1835; anwesend bei Büchners Lesung aus dem "Mémoire" am 13. April 1836;
GND: kein Eintrag.

 

Friedrich Münch

(Niedergemünden/Ohm 15. Juni 1799 – 14. Dezember 1881 Augusta, Missouri); älterer Bruder von Georg Christoph Rudolph Münch und – über seine Schwester – Schwager von Paul Follen; 1814 Besuch des „Pädagog“ in Darmstadt; 1816 stud. theol. Gießen; 1818 Mitglied der Gießener „Schwarzen“ und Teilnahme am Kampf für eine hessische Verfassung; Freund von Karl Follen; 1819 Untersuchungsverfahren wegen Verwicklung in Karl Ludwig Sands Attentat; 1825 Pfarrer in Niedergemünden; nach dem Scheitern des Frankfurter Wachensturms (April 1833) Mitbegründer (neben Paul Follen) der „Gießener Auswanderungsgesellschaft“ mit dem Ziel, in den USA „ein von Kastengeist, Standesdünkel, Modesucht und Verwöhnung freies, auf wahres Christentum verjüngtes Deutschland erstehen zu lassen“ (Hermann Haupt in Hessische Biographien Bd. 2, S. 155). Auswanderung 1834 nach Warren County/Missouri, wo Münch sich teils als Weinbauer, teils als Volkserzieher im freichristlichen Sinn und durch vielzählige Beiträge in Zeitungen einen Namen macht. Münch wirbt für deutsche Einwanderung nach Missouri, gehört zu den führenden Mitgliedern der republikanischen Partei u.a. auch im Sezessionskrieg und wird in den Senat von Missouri gewählt;
Normdaten (Person): GND 130830372.

 

Georg Christoph Rudolph Münch

(Niedergemünden/Ohm 5. Juli 1801 – 26. April 1871 Augusta/Missouri); jüngerer Bruder von Friedrich Münch; Geistlicher, später amerikanischer Farmer und Politiker; 1818 stud. theol. Gießen; 1819 Untersuchungsverfahren wegen Verwicklung in Karl Ludwig Sands Attentat; Mitglied der Burschenschaft Germania und im Kreis der Gießener „Schwarzen“; 1828 bis 1837 Pfarrer in Homberg/Ohm; Mitbegründer (neben seinem Schwager Paul Follenius und seinem Bruder Friedrich Münch) der "Gießener Auswanderungsgesellschaft"; nach polizeilichen Verfolgungen Auswanderung 1837 nach Warren County/Missouri.

 

Mémoirezitiert; Hauptwerk: "Biologie, oder Philosophie der lebenden Natur" (1802 - 1822);
Normdaten (Person): GND 118760866

 

Friedrich von Tschudi

(1820-1886), Theologe, Schriftsteller, Politiker, zuletzt Erziehungsdirektor des Kantons St. Gallen. Vgl. Emil Bächler: Friedrich von Tschudi, St. Gallen 1947.
Normdaten (Person): GND 117432504

 

Reinhard Ludwig Venator

(Willstedt 21. Oktober 1799 – 03. Oktober 1862 Darmstadt); ab 1820 Kaufmann in Darmstadt, gründet 1829 die Handelslehranstalt, nach dem Tod seines Schwiegervaters Carl Ludwig Wittich (15.9.1771 – 28.5.1839) Geschäftsführer der Wittichschen Hofbuchdruckerei, 1844 in Zusammenarbeit mit dem Hofbuchhändler Gustav Jonhgaus (1807–1870) Gründer einer Filiale einer Prägeanstalt. (alle Angaben nach Stadtlexikon Darmstadt ; http://www.darmstadt-stadtlexikon.de/v/venator-reinhard-ludwig.html).

 

Eduard Verny

Ludwig Eduard Verny (Mainz 17. März 1803 - 1854 Straßburg), seit 1828 stud. theol., 1830-1836 Direktor des Collège in Mülhausen, seit 1838 Pfarrer in Paris; am 8. Jan. 1829 zum „hospes perpetuus“ der Studentenverbindung "Eugenia" ernannt.

 

Philipp Friedrich Wilhelm Vogt

(Hausen b. Gießen, 8. Februar 1789 – 1. Februar 1861, Bern), Arzt und Professor der Medizin in Gießen, ab 1834 in Bern, über seine Frau Luise Schwager der Brüder Karl, Ludwig Adolf und Paul Follenius; Vater von Büchners Gießener Kommilitonen Carl Vogt, der ihn als „das anerkannte Haupt der freisinnigen Partei“ in Gießen darstellt (Vogt 1896, S. 120 f.). Büchner erwähnt ihn im Brief vom 14. November 1833 14. November 1833. An die Eltern in Darmstadt .
Normdaten (Person): GND 136401333.

 

Ludwig Philipp Vogt

Metzgergeselle in Frankfurt; Mitglied in der Frankfurter “Union”; Flucht nach Frankfurt; seit 5. 5. 1834 steckbrieflich verfolgt; erwähnt bei Georg Fein.

 

Philippe Louis Voltz

(Straßburg 15. August 1785 – 30. März 1840); inspecteur général des mines; Professor für Mineralogie und Geologie in Straßburg; reorganisiert die naturkundliche Sammlung der Straßburger Universität, speziell der Fossilien der Vogesen; Gründungsmitglied der "sociéte du muséum d’histoire naturelle de Strasbourg"; Autor u.a. von „Topographie minéralogique de l’Alsace“ (1828); Nekrolog in „Annales des Mines“ 1846, S. 237–252;
Normdaten (Person): GND 117705047

 

Amalia Weidig, geb. Hofmann

(Hungen 11. Oktober 1796 – 28. Juni 1839 Gießen); Frau von Friedrich Ludwig Weidig seit Januar 1827; zwei Kinder (geb. 21, August 1828 und 31. Juli 1835); während Weidigs zweiter Haft (11. April 1835 bis 23. Februar 1837) lebte Amalia Weidig bei Freunden oder Verwandten in Friedberg, Hungen und Lich; nach seinem Tod bei einem ihrer Brüder in Hungen. Herausgabe von Weidigs hinterlassenen Schriften.

 

Carl Theodor Welcker

(Oberofleiden/Oberhessen 29. März 1790 – 10. März 1869 Neuenheim bei Heidelberg); führender Vertreter des südwestdeutschen Liberalismus im Vormärz; Jurastudium in Gießen und Heidelberg; Promotion 1813; a.o. Professor in Gießen 1814; Professor in Kiel (1814), in Heidelberg (1817), Bonn (1819), Freiburg (1821); Gegenstand politischer Untersuchungen bis 1824; Mitarbeiter an der Zeitung „Der Freisinnige“ (1832), deshalb Suspension von der Professur; Abgeordneter im badischen Landtag; Herausgabe (mit Karl von Rotteck) des Staatslexikons; Abgeordneter im badischen Landtag; Vertreter des Staates Baden am deutschen Bundestag (14. März 1848); führendes Mitglied im Paulskirchen-Palament (bis Mai 1849). Verfasser (mit Wilhelm Schulz) der Schrift: Geheime Inqusition, Censur und Kabinetsjustiz im verderblichen Bunde. Schlußverhandlung mit vielen neuen Aktenstücken über den Prozeß Weidig (Karlsruhe: G. Braun 1845);
Normdaten (Person): GND 11863075X.

 

Franz Karl Weller

(Amöneburg 6.3.1811 – Nov. 1891 St. Pirminsberg/Schweiz); Sohn eines Syndikus; cand. jur. und ehemaliger Burschenschafter in Marburg; seit 1832 an allen Unternehmungen der Marburger Republikaner beteiligt, so auch an der zweiten Auflage des „Hessischen Landboten“; Anfang 1835 Verfasser des Artikels „Freiheit“ in der Fortsetzungsfolge des „Bauern-Conversationslexikons“; steckbrieflich verfolgt Mai 1835; April 1835 Flucht über Straßburg in die Schweiz, dort „Privat-Lehrer“ im Kanton Zürich, 1837 Bezirkslehrer in Liestal.

 

Wilhelm Wetzel

(?? - nach 1877), Schmiedemeister in Darmstadt, wegen Mitwisserschaft am Frankfurter Wachensturm April 1833, wegen Falschaussage zugunsten von Christian Kriegk am 10. August 1833, wegen Mitgliedschaft in der Gesellschaft der Menschenrechte in Darmstadt ab April 1834 und wegen Fluchthilfe in vier Fällen am 25. August 1841 zu viereinhalb Jahren Zuchthaus verurteilt, aber am 26. Oktober amnestiert. Wetzel war Besitzer eines Gartenhauses am Darmstädter Großen Woog, an dem die Mitglieder der Gesellschaft der Menschenrechte Schießübungen veranstalteten.

 

Philipp Carl Wilhelm Weyprecht

(Gießen 22. Februar 1809 – 22. April 1835 Gießen), cand. med. in Gießen, Gründer eines meist aus Handwerkern bestehenden „Bürgervereins“ in Gießen mit dem Ziel des Drucks und der Verbreitung von Flugschriften; leitend beteiligt an der auch von Mitgliedern der „Gesellschaft der Menschenrechte“ projektierten Anschaffung einer Druckerpresse und der Gefangenenbefreiung in Friedberg (Herbst/Winter 1834/35).

 

Caroline Wieger, geb. Reuss

Tochter der Margarete Reuss, Schwester von Edouard Reuss, seit 1816 verheiratet mit dem Papierfabrikanten Louis-Henri Wieger.

 

Christoph Joseph Willigens

Christoph Joseph Willigens (Hermeskiel in Preußen um 1810 – ?), cand. med., wegen „Theilnahme an der Burschenschaft zu Würzburg“ verfolgt (Ilse 1860, Anhang II, S. XXXII); vmtl. seit Mai 1834 in Straßburg (vgl. Katalog Marburg, Nr. 329; GBHK S. 21); Dr. med. in Straßburg Anfang 1836; erwähnt im Brief Büchners an Wilhelm Braubach, 26. Jan. 1836 ; vor 25. März 1836 vom Appellationsgericht Bayern „nicht als schuldig befunden“ und „freigesprochen“ (Bayreuther Zeitung Nr. 73, 25. März 1836).

 

Alexander Winther

(Offenbach 9. März 1812 - 26. April 1871 Gießen), Sohn des Wundarztes Winther aus Offenbach (HP 1831, S. 99), seit 1831 Medizinstudium an der Universität Gießen, aus Offenbach, Mitglied der Gießener Burschenschaft und Palatia, am 9. 12. 1836 in Gießen) freigesprochen. 1848 a.o., 1867 ordentlicher Professor der pathologischen Anatomie sowie der allgemeinen Pathologie und Therapie in Gießen, Spezialist für Augenheilkunde.
Normdaten (Person): GND 117411310

 

Oscar Ludwig Bernhard Wolff

(Altona 26. Juli 1799 – 13. September 1851 Hamburg); Improvisator und Schriftsteller; Stidum der Literatur und Geschichte in Kiel; Promotion in Jena ; Lehrer in Hamburg; Auftritte als Improvisator ab 1825; a.o. Professor frür neuere Literatur in Jena 1829; Kontakte zu Karl Marx und Heinrich Heine; Verfasser von Erzählliteratur, Gedichten und Feuilletons; Kontakte zu Victor Hugo auf einer Parisreise 1835, die für die Hugo-Ausgabe des Sauerländer-Verlages genutzt wurden;
Normdaten (Person): GND 117442003

 

Heinrich Arnold Anton Wulfes

(1803 - nach 1837), seit 1823 Stud. theol. in Halle, danach Hauslehrer in Würzburg, Berlin, Marienwerder und Danzig. Wulfes hatte Eduard Reuß im April 1826 in Halle bei Wegscheiderkennengelernt. Wulfes war, wie auch Büchner und Reuß, Teilnehmer der Vogesenreise im Juni 1833 und der Schiffspartie der "Eugenia" am 25. Juli 1833.

 

G. Zeysolff

Dr. med., Bezirksarzt (médecin cantonal), Mitglied der "sociéte du muséum d’histoire naturelle de Strasbourg" seit 15. April 1834;
GND: kein Eintrag

 

Ernst Zimmermann

Ernst Christoph Philipp Zimmermann (Darmstadt 18. September 1786 – 24. Juni 1832 ebenda); evangelischer Theologe und Hofprediger in Darmstadt; Begründer der „Allgemeinen Kirchenzeitung“; Sohn des Darmstädter  Subrectors Johann Georg Zimmermann;
Normdaten (Person): GND 118856189

 

Friedrich Siegmund Jucho

Jucho war ab Ende 1833 wichtigster Ansprechpartner für die Gruppe um Friedrich Ludwig Weidig und dann auch für den „Oberhessischen Preßverein“. Er stellte für Weidig den Kontakt zu der Druckerei Carl Preller in Offenbach, in der die von Weidig verfassten Hefte des Leuchters und Beleuchters für Hessen und danach der Hessische Landbote gedruckt wurden. Nach Juchos Verhaftung im Herbst 1834 gelangte noch ein Blatt von Juchos "Bauernconversationslexikon" zu dem Mitherausgeber des "Hessischen Landboten", Leopold Eichelberg in Marburg, wurde dort aber von der Polizei noch vor der geplanten Drucklegung beschlagnahmt;
https://de.wikipedia.org/wiki/Friedrich_Siegmund_Jucho;
Normdaten (Person): GND 117213179

Zuletzt bearbeitet: August 2017