Adam Koch

(Darmstadt 1817 – 1841 Darmstadt), Sohn des Darmstädter Bäckermeisters Adam Koch, eines Mitglieds der Darmstädter »Schwarzen«, und Bruder des Jakob Koch; Mitschüler Büchners am Pädagog mit Schulabschluss im Herbst 1833, Studium der Medizin in Gießen und Mitglied der Burschenschaft »Palatia« im Wintersemester 1833/34, dann Rückkehr nach Darmstadt (vgl. Erich Zimmermann: Für Freiheit und Recht! Der Kampf der Darmstädter Demokraten im Vormärz (1815–1848). Mit einem Quellenanhang. Darmstadt 1987, S. 200). Adam Koch wurde im September 1834 in die Sektion der Gesellschaft der Menschenrechte in Darmstadt aufgenommen. Nach Büchners Flucht war er Mitglied des republikanisch-frühsozialistischen »Bund der Geächteten« und wurde deshalb 1840 verhaftet. Seine Aussagen enthielten auch Mitteilungen über Büchners politische Aktivitäten in Darmstadt. Sie sind unsere einzige Quelle über die Darmstädter Sektion der »Gesellschaft der Menschenrechte«.

Aufgrund dieser Aussagen wurden am 1. und 2. Januar 1841 auch die ehemaligen Sektionäre Müller und Wetzel festgenommen. Sie wurden am 25. August 1841 zu Haftstrafen verurteilt und am 26. Oktober 1841 auf dem Wege der Begnadigung entlassen. Adam Koch selbst starb noch vor der Verurteilung im Gefängnis.

HL Dok 6.1.2. Verhörprotokoll Adam Koch

HL Dok 7.6. Protokolle der Deutschen Bundesversammlung vom Jahre 1842

HL Dok 6.1.1. Bundeszentralbehörde: Bericht an den preußischen Justizminister

GND: kein Eintrag

Text: Januar 2017 (BD)