LZ 4480
Wilhelmine Jaeglé: Brief an August Stoeber in Oberbronn; Straßburg 7. März 1837

Straßburg d 7 März 1837.

Geehrtester Herr!

Längst schon wären Sie wieder im Besitz ihrer werthvollen Bücher und Manuskripte, ohne meine Nachläßigkeit. Als G. B. vorigen 18n Oct. nach der Schweiz abreiste hinterließ er mir mehre Aufträge der Art. Da hatte ich die Adresse vergessen, an die ich die ihm gütigst geliehenen Bücher abgeben sollte – und so ließ ich es von Woche zu Woche hängen, ohne Büchner schriftlich um weitere Auskunft zu bitten, besonders da ich ihn ja bald wieder hier zu sehen hoffte. Der Himmel hatte es anders beschlossen, und die Erde ist um eine Unglückliche reicher!

Nochmals um Entschuldigung bittend
Ihre ergebene
W Jägle.

[Adresse:]

Monsieur / Mr A. Stoeber, Cand. en Théol. / à / Oberbronn / près de Niederbronn

Überlieferung
H: Fonds Littéraire Stoeber; d: Lehmann, Werner R. u. Thomas Michael Mayer: Ein unbekannter Brief Georg Büchners. Mit biographischen Miszellen aus dem Nachlaß der Gebrüder Stoeber, in Euphorion 70, 1976, S. 175–186 1976, S. 186.

Erläuterungen
Zu den von Stöber ausgeliehenen Lenziana vgl. Marburger Büchner Ausgabe Bd. V.

Eingestellt Juni 2017