Hermann Wiener (Fotografie um 1860)
Hermann Wiener (Fotografie um 1860); Hessische Landes- und Hochschulbibliothek Darmstadt.

Hermann Wiener

(1813–1897), Mitschüler Büchners, stud. theol. und phil. in Gießen; enger Freund des Wachenstürmers Eduard Scriba; wegen Teilnahme an Vorbereitungen zum Frankfurter Wachensturm im Herbst 1833 verhaftet; nach seiner Freilassung ca. 6. bis 8. März 1834 Mitglied der Gesellschaft der Menschenrechte in Gießen. Spätestens Mai 1835 Flucht nach Straßburg, dann in die Schweiz. Ab 26. September 1835 steckbrieflich verfolgt. Wegen Zugehörigkeit zum Schweizerischen "Jungen Deutschland" Ausweisung aus der Schweiz (Anfang November 1836), Lehrtätigkeit am Völkerschen Institut in Liverpool (Sommer 1837 bis 1841), wo auch Eduard Scribas Bruder Ferdinand Scriba und Gustav Soldan arbeiten; 1841 Rückkehr in die Schweiz und Tätigkeit als  Gymnasiallehrer und Akademieprofessor für Griechisch. 

Literatur: Jan-Christoph Hauschild: Hermann Wieners Lebenserinnerungen, in: Archiv
für hessische Geschichte und Altertumskunde - Neue Folge, 44. Band, 1986, S. 363-409.

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Zuletzt bearbeitet: März 2017