Carl Gustav Carus

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Carl Gustav Carus, Gemälde von Julius Hübner (1844), Goethehaus, Frankfurt am Main

(Leipzig 3. Januar 1789 – 28. Juli 1868 ), 1811 medizinische Promotion in Leipzig, 1814–1827 Professor und Direktor der Hebammenschule in Desden, danach Leibarzt des königlichen Hauses und Hof- und Medizinalrat in Sachsen. 1862 Präsident der Leopoldinischen Akademie der Naturforscher.

Carus war befreundet mit Caspar David Friedrich, wurde geschätzt von Goethe und gehört zu den bedeutendsten Vertretern der romantischen Landschaftsmalerei in Deutschland. Als Wissenschaftler war er ebenso wie Büchner ein Anhänger der romantischen Naturphilosophie. Mit seinen Vorlesungen über »Vergleichende Anatomie« (nach 1811) wurde er zum Mitbegründer dieses Spezialfaches in Deutschland. In seiner Abhandlung Von den Ur-Theilen des Knochen- und Schalengerüstes (Leipzig 1828) versucht er zu zeigen, dass sich die Anatomie des Tierkörpers auf ein »Ur-Theil«, ein allgemeines Bauelement, zurückführen lasse. Die Abhandlung war grundlegend für Büchners Abhandlung über das Nervensystem der Barbe. Abfassung und Druck des „Mémoire“

Zu Carus‘ frühen Hauptwerken gehören außerdem: Lehrbuch der Zootomie (Leipzig 1818); Neun Briefe über Landschaftsmalerei (1819–1824).

Normdaten (Person): GND 118519352

Zuletzt bearbeitet: Januar 2017