Hl-Dok. 6.3.18.
Verhörprotokoll Karl Braubach; 1. September 1836

Im Zusammenhang mit Fragen nach dem Plan, eine Druckerpresse für die Herstellung von Flugschriften anzuschaffen:

Qu. 272.

Eine solche Schnellpresse kostet Geld. Woher sollte das beschaf[f]t werden?

R. Ich habe einmal Zwanzig Gulden hergegeben, aber ich weiß nicht mehr bestimmt, ob sie zu diesem Zwecke verwendet werden sollten. Im Frühjahr 1835 erhielt ich durch den Studenten Nievergelder diese Summe zurück sie war aber zuvor gebraucht worden als der Student Georg Büchner ins Ausland flüchtete. Aus welcher Quelle der Student Nievergelder mir den Ersatz leistete, weiß ich nicht. Ich kann wirklich versichern, daß ich in dem Augenblick nicht weiß, wer mich veranlaßte, jene Summe von Zwanzig Gulden herzugeben, und welcher bestimmte Zweck damit erreicht werden sollte. Ich nahm das Geld aus meinen eigenen Mitteln, nemlich aus meiner Sparkasse. Dessen erinnere ich mich übrigens noch, daß ich dem Weidig einstens klagte, ich hätte die Summe, die ich denn doch nur als Vorschuß gegeben, nicht wieder zurück erhalten. Er entgegnete: »Ei! ei! hast du das Geld noch nicht wieder, ich will dir dafür sorgen.«

v. u. g.

Überlieferung:
h: ISG Frankfurt a. M., Criminalia, Nr. 11913, p. 176 ff. (Prozeß 2, 323 f.).

Eingestellt Juni 2917